25
Die Römer.
13. Übersicht.
Rom, ursprünglich eine kleine Gemeinde mit ländlicher Be-völkerung, erlangte allmählich durch die Zähigkeit und kriegerischeTüchtigkeit seiner Bewohner eine immer größere Bedeutung, bises nach langen, wechselvollen Kämpfen die Herrschaft über Italienund bald über alle Mittelmeerländer erwarb. So gering seineBedeutung für die Entwickelung von Kunst und Wissenschaft ist,so Großes haben die Römer auf dem Gebiete des Kriegswesens,der Staatsverwaltung und namentlich der Rechtslehre geleistet.
Ihre Geschichte teilt man in der Regel nach ihrer Verfassungein in die Zeit der Königsherrschaft (753—510 v. Chr.), derRepublik (510—27 v. Chr.) und des Kaisertums (27 v. bis476 n. Chr.).
14. Italien und seine Bewohner.
1. Das Land. Italien zerfiel in 3 Teile, Ober-, Mittel-und Unteritalien, wozu noch die Inseln kamen.
I. Oberitalien (G-allia cisalpina), erst seit Cäsar zu Italiengerechnet, zerfiel in 4 Landschaften:
1) Ligurien mit der Stadt Genua,
2) Gallien jenseits des Po (G-allia' transpadana) mitden Städten Vercellä (Vercelli), Mediolanum (Mailand),Cremona, Mantua (Geburtsort Vergils) und Verona,
3) Gallien diesseits des Po (Gallia cispadana) mit denStädten Placentia (Piacenza), Mutina (Modena), Bononia(Bologna) und Ravenna,
4. Venetien mit den Städten Aquileja und Patavium(Padua, Heimat des Livius).
II. Mittelitalien, von den Flüßchen Rubico und Macraim N. bis zum Silarus und Frento im S. gerechnet, zerfiel infolgende Landschaften:
1) Etrurien mit dem trasimenischen See und 12 Städten,darunter Clusium, Perusia, Tarquinii, Veji und Cäre,
2) Umbrien mit den Städten Sentinum, Sena Gallica,Ariminum (Rimini) und der Flaminischen Straße (von Romnach Ariminum),