Band 
Dritter Teil.
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Wühlt ( 1619 — 1637 ), sondern erhielt auch von Spanien, der Ligaund dem Papste, sogar von dem lutherischen Kurfürsten JohannGeorg von Sachsen Geld und Soldaten. Während daher dieSpanier unter Spinola von den Niederlanden her in die Pfalzeinrückten, wurde der „Winterkönig" durch die Truppen der Ligaunter dem General Baron von Tilly und des Kaisers am weißenBerge (bei Prag) 1620 besiegt und floh durch Schlesien undBrandenburg nach den Niederlanden. Damit war der Aufstand inden österreichischen Erblanden beendigt, und unter Strömen vonBlut wurde daselbst die Gegenreformation durchgeführt.

o) Der pfälzische Krieg. Mansfeld suchte wenigstens diePfalz zu retten, wo nach Auflösung der Union Markgraf GeorgFriedrich von Baden-Durlach und Prinz Christian von Braun-schweig, Administrator (Verweser) von Halberstadt, für FriedrichsSache eintraten. Von Maximilian von Bayern aus der Oberpfalzvertrieben, warf er sich nach der Rheinpfalz und siegte dort imVerein mit dem Markgrafen über Tilly bei Wiesloch (südlich vonHeidelberg) 1622 ; nach ihrer Trennung aber wurde der Markgrafbei Wimpfen (am Neckar), darauf Christian bei Höchst (am Main)1622 von Tilly geschlagen und gezwungen, sich nach den Nieder-landen zurückzuziehn, worauf Heidelberg (Plünderung der Bibliothek)und Mannheim in Tillys Hände fielen, Friedrich geächtet und dieVerwaltung der Pfalz nebst der Kurwürde an Maximilian vonBayern übertragen wurde. Damit war der Sieg der katholischenSache in Süddeutschland entschieden.

2 . Der niedersächsisch-dänische Krieg 1625 — 1629 . DenAnlaß zur Ausbreitung des Krieges über Norddeutschland gabdas Vordringen Tillys dorthin (Sieg über Christian von Braun-schweig bei Stadtlohn) und die Absicht des Kaisers, auch dort diekatholische Kirche wiederherzustellen. Zur Verteidigung ihrer Frei-heit und ihres Glaubens schlössen die niedersächsischen Ständemit König Christian IV. von Dänemark, welcher als Herzogvon Holstein gleichzeitig deutscher Reichsfürst war, und mit Unter-stützung von England und Holland 1625 ein Bündnis und nahmenMansfeld in ihre Dienste, während gleichzeitig ein Angriff desFürsten Bethlen Gabor von Siebenbürgen auf Ungarn er-folgte. Zu ihrer Bekämpfung stellte Ferdinand außer dem ligistischen