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ebenfalls ein befestigtes Lager bei Zirndorf in der Absicht, die Schwedenauszuhungern und dadurch zum Rückzüge zu nötigen. Einen An-griff Gustav Adolfs auf feine Befestigungswerke schlug er siegreichab und wandte sich dann nach des Königs Abzüge gegen Sachsen,um den Kurfürsten zum Abfall von den Schweden zu zwingen unddiesen die Rückzugslinie zu verlegen. Gustav Adolf folgte ihm undzwang ihn zur Schlacht bei Lützen am 16. November 1632, inwelcher die Schweden unter Herzog Bernhard von Weimar zwarsiegten (Tod Pappenheims), aber Gustav Adolf selbst fiel.
e) Bis zum Präger Frieden. Nach Gustav Adolfs Todeleitete für feine unmündige Tochter Christine der kluge KanzlerAxel Oxenstierna die schwedische Politik. Er schloß mit denStänden des schwäbischen, fränkischen, ober- und niederrheinischenKreises unter französischer Vermittelung das Heilbronner Bünd-nis 1633, während die norddeutschen Stände den Schweden ab-geneigt waren, namentlich die Kurfürsten von Brandenburg undSachsen, ersterer wegen seiner Erbansprüche auf Pommern, letzerer,weil er sich selbst an die Spitze der Protestanten stellen wollte.Während nun Bernhard abermals Bayern eroberte und die öster-reichischen Erbstaaten bedrohte, blieb Wallenstein unthätig in Böhmenund verhandelte mit den norddeutschen Kurfürsten und Schwedenüber den Abschluß eines dauernden Friedens. Als der Kaiser, da-durch mißtrauisch geworden, abermals seine Absetzung vorzubereitenschien, suchte er sich der Treue feiner Offiziere durch ein schriftlichesVersprechen in Pilsen zu versichern. Aber von den bedeutendstenderselben, Gallas, Aldringer, Piccolomini u. a., verlassen und vomKaiser geächtet, begab er sich mit den treugebliebenen Truppen nachEger, um sich mit den Schweden zu vereinigen, wurde jedoch vor-her von dem Obersten Butler im Februar 1634 meuchlings er-mordet. Nach seinem Tode wurden die Schweden unter Bernhardvon Weimar und dem schwedischen General Gustav Horn von denKaiserlichen, welche unter Gallas' Leitung der römische KönigFerdinand (III.) befehligte, bei Nördlingen 1634 besiegt undverloren dadurch Süddeutschland. Darauf schloß der Kurfürst vonSachsen mit dem Kaiser den Frieden zu Prag 1635, welchemBrandenburg und die meisten andern Staaten Norddeutschlandsbeitraten.
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