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Otto III. (1220—1267) erweiterten die Manische Herrschaftdurch die Erwerbung von Barnim und Teltow, der Uckermark,Neumark und von Lebus. Nach wiederholten Teilungen vereinigtenoch einmal die ganze Mark der kriegerische Waldemar |(f 1319),welcher bis an die Weichsel vordrang und Pomerellen eroberte,aber den östlichsten Teil an den deutschen Ritterorden (in Preußen)verkaufte.
Mit Heinrich dem Jüngeren erlosch 1320 das Geschlechtder Askanier. Ihr Besitz umfaßte zu dieser Zeit: 1) die Altmark(frühere Nordmark), 2) die Mittelmark (zwischen Elbe und Oder),3) die Priguitz, 4) die Uckermark, 5) die Neumark, 6) dieMark Landsberg, 7) die Lande Sternberg und Krossen (rechtsvon der Oder), 8) die beiden Lausitzen, 9) die Lehnshoheit überPommern.
b) Innere Zustände. 1) Zur Sicherung der deutschenHerrschaft in den unterworfenen Gebieten diente namentlich dieAnlage von zahlreichen deutschen Niederlassungen, Dörfernund Städten. Der größte Teil des Bodens war durch die Er-oberung in die Hände der Markgrafen gelangt, welche die zur An-lage eines Dorfes bestimmte Flur an einzelne Unternehmer ver-kauften und ihnen gleichzeitig das Amt eines Erb- und Lehn-schulzen und die Einziehung der landesherrlichen Einkünfte über-trugen. Indem die Unternehmer wieder die einzelnen Grundstückean andere überließen, entstanden im ganzen Lande zahlreiche An-siedelungen von freien Bauern, welche nur den Grundzins undZehnten an den Markgrafen zu zahlen hatten, aber sonst von Lastenfrei waren. Auf ähnliche Weise entstanden die Städte, meistdurch Erweiterung schon bestehender wendischer Ansiedelungen; hierstanden dem Lehnschulzen zur Verwaltung der städtischen An-gelegenheiten die Ratmannen und zur Rechtsprechung die Schöffenzur Seite, welche von den Bürgern selbst gewählt wurden. Diebedeutendsten Städte waren Berlin und Kölln an der Spree,Frankfurt an der Oder und Landsberg an der Warthe. 2) ZurVerteidigung des Landes riefen die Markgrafen zahlreiche Kriegerins Land, welchen sie statt des Soldes zinsfreie Rittergüter ver-liehen; sie wurden, da sie keine Burgen anlegen dursten, Zaun-junker genannt. Nur wenige altadelige Geschlechter saßen auf