Band 
Dritter Teil.
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III. Entwickelung des branden-bnrgisch-prentzischen Staates bis zurThronbesteigung Friedrichs desGroßen (174V).

8. Die Mark Brandenburg vor denHohenzoklern.

1. Die Askanier in der Mark 1134 — 1320 . a) ÄußereEntwickelung. Nachdem durch den großen Slavenaufstand unterOtto II. ( 983 ) die Eroberungen Heinrichs I. und Ottos I. rechts vonder Elbe zum größten Teile wieder verloren gegangen waren, be-gann erst im 12 . Jahrhundert unter Lothar III. ( 1125 — 1137 )von neuem das Vorrücken der Deutschen gegen die Slaven. Lotharverlieh 1134 die Nordmark (heutige Altmark) dem AskanierAlbrecht dem Bären, dessen Nachkommen daselbst bis zum Jahre1320 herrschten. Albrecht ( 1134 — 1160 ) begann die Eroberungder Prignitz und erwarb durch Erbschaft von dem zum Christen-tum übergetretenen Fürsten Pribislaw das Havelland. SeineUnternehmungen gegen die Slaven wurden durch seine Teilnahmeam Kampfe Konrads III. gegen die Welsen unterbrochen; er hofftedadurch auch das ihm vom Könige verliehene Herzogtum Sachsen fürsich zu erwerben, wurde aber dabei eine Zeitlang sogar aus seinemeigenen Lande vertrieben und erhielt dasselbe erst durch das Ab-kommen zu Frankfurt 1142 wieder. Seitdem Konrad III. das vonihm gewonnene slavische Land zu einem reichsunmittelbaren Fürsten-tum erhoben und die Erzkämmererwürde damit verbunden hatte,nannte er sich Markgraf von Brandenburg. Er vollendetedarauf die Unterwerfung der Prignitz und behauptete seine Er-oberungen gegen Pribislaws Schwestersohn Jacko von Köpenick.Durch Ansiedelung von Kolonisten, namentlich aus Sachsen undFriesland, und durch Wiederherstellung der zerstörten Bischofssitzeförderte er gleichzeitig den Anbau des Landes und sicherte diedeutsche Herrschaft und die Ausbreitung des Christentums. SeineNachfolger setzten sein Werk fort. Namentlich die beiden einträchtigneben einander regierenden Brüder Johann I. ( 1220 — 1266 ) und