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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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1502 Die vierte Aaljrt. Wohl gelang es Kolumbus nocheinmal, sich zu rechtfertigen; ja, wohl unternab m er 1502noch eine vierte Fahrt und kam sogar bis nach Mittel-amerika (Nnkatan, Costa-Nica); doch hatte man ihm inHahti selbst die Landung versagt; seine Kraft war gebrochenund nur mit Muhe sah er diesmal seine Heimat wieder.

Am 20. Mai 1506 starb der große Mann in Valln-dolid. schmückte die einfache Inschrift:Für

Knstilien und Leon fand eine neue Welt Colon." Seit 1796ruhen seine Gebeine in Havana auf der Insel Kuba.

(Kolumbus", sagt ein GeschichtSschreibcr,dessen Verdienste so seh,verkannt wurden, lebte und starb als ein tiefglänbiger, in Glück und Un-glück bewahrter Christ. Die Befreiung des heiligen Grabes und der hei-ligen Orte war sein Liebtingsgedanke. Hiesnr sollten auch die Schätze derneuen Welt, deren Auffindung er mit der größten Zuversicht und Bestimmt-heit voraussagte, dienen. Darauf deutete er in seinen schriftlichen undmündlichen Unterredungen mit Ferdinand und Jsabella immer hin. Wenner irgend eine große Entdeckung machte, feierte er sie mit frommem Tantegegen Gott. Gebet und Lobgesänge tönten von seinen Schiffen, sobald siedie neue Welt erblickten. Seine erste Handlung, als er landete, war, sichaus die Erde niederzuwerfen und Gott zu danken und ihn zu preisen.Alle seine Unternehmungen wurden im Namen der heiligsten Dreieinigkeitanegefnhrt. Bor der Einschiffung empfing er stets die heilige Kommunion.Die glorreiche Vollendung all seiner Unternehmungen aber sollte sein, diennvekannten Länder der Erde in Gemeinschast mit dem christlichen Abend-lande zu bringen, das Licht des Glaubens in die Nacht der Heidenwcltzu tragen und ihre zahllosen Völker der Kirche zuzuführen.")

0.) Weitere Entdeckungen der Portugiesen und Spanier.

( 1500 - 1540 .)

Die gemachten Erfahrungen, die gewonnenen Reichtümer,Ehre und Ruhm eines Entdeckers weckten naturgemäß denUnternehmungsgeist. Insbesondere wetteiferten von nun andie beiden glücklichen Völker, Portugiesen und Spanier, inihrer Unternehmungslust. Allerdings spielte dabei gar oftauch der Zufall eine Rolle.

1500 1. 'Mrassiien. Der Portugiese Cabral wollte im Jahre

1500 zum zweitenmal um Afrika herum nach Indien fahren.Er wurde aber vorn Sturme westlich getrieben und kam nachBrasilien in Südamerika.

ltU2 2. H^aiiaiua. Unterdessen durchforschten die Spanier dasKüstengebiet desselben Erdteils von der Mündung des Ama-