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6. Die Wiederherstellung des Königtums.
( 1660 — 1688 .)
1. Karl II. Das Königtum wurde darauf wiederhergestelltund Karls I. Sohn bestieg als Karl !!. (1660—1685) nundoch den Thron von England. Bald aber fing er auchwieder an, unumschränkt zu regieren. Er erregte darumaufs neue das Mißtrauen der Engländer. Zudem war seinBruder, der Thronfolger werden sollte, katholisch. So fürchteteman, es möchte mit der Zeit auch die katholische Religionwieder die Oberhand gewinnen. Das Parlament führte also(1673) die sogenannte Test-Akte ein. Durch diese wurden 1673die Katholiken von allen öffentlichen Ämtern ausgeschlossen.Ebenso wurde ein Gesetz (Habeas-Corpus-Akte) gegenwillkürliche Verhaftungen erlassen.
2. Jakoö II. und Wilhelm 111. Jakob II. (1685 bis 16881688) widerrief die Test-Akte und versuchte, den Katholikenwieder gleiche Rechte mit den Protestanten zu geben. Dariefen diese dessen Schwiegersohn, Wilhelm III., den Statt-halter der Niederlande, zu Hilfe. Schon 1688 erschien ermit einem niederländischen Heere an der englischen Küste.Jakob flüchtete nach Frankreich. Wilhelm wurde als Königanerkannt (1688—1702).
6. Kas Kmporöküsten Iirankreichs. !
( 1598 - 1715 .) ^
Ein besseres Schicksal als den übrigen Staaten Europas (war seit dem Erlasse des Ediktes von Nantes Frankreichbeschicken. (1598.) Kaum war durch diesen Erlaß die Ruhedes Landes hergestellt, als Handel und Industrie daselbstzur höchsten Blüte gelangten.
Heinrich IV. und Ludwig XIII.
( 1589 — 1643 .)
1. Keimich IV. (1589—1610.) Heinrich IV. förderte I6lknach Kräften den Ackerbau. „Nicht eher werde ich ruhen,"sagte er, „als bis des Sonntags jeder Bauer ein Huhn imTopfe hat." Die Steuern wurden gcmilddrt, Fabriken er-richtet, Straßen und Kanäle erbaut, die Zölle erleichtert.