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Zudem hatte der König in Sullyeinen überaus tüchtigen Ministerznr Seite. Aber auch die PläneFranz' I. nahm Heinrich wiederauf, nämlich das Haus Habs-bnrg zu schwächen. Neue Bünd-nisse waren eingeleitet. Da wurdeer 1610 von einem Geisteskranken,namens Navaillac, auf einer Fahrtrchch Paris ermordet,i 2. Ludwig XIII. (1610-1643.)Ludwig Xlll. war unfähig undtatenlos. Doch hatte auch er dasGlück, einen Minister zu haben, derbesser zu regieren verstand als er. Es war Kardinal Ri-chelieu. Diesem wagte niemand zu widerstehen. Er be-trachtete den König als unumschränkten Herrn und hob darum1614 auch jedes entgegenstehende Recht auf. Im Jahre 1614hatten sich die Rcichsstünde znm letztenmal vor dem Ans-brnchc der Revolution versammelt, um über das Wohl undWehe des Laubes zu beraten. Des Königs Wille sollte fortanRecht und Gesetz sein.
Nach außen suchte Richelieu gleich Heinrich IV. auf jedeWeise Frankreich zum Übergewichte zu verhelfen. Daher kamauch die Einmischung Frankreichs in den Dreißigjährigen Krieg.
In dieselben Fnßstapfen trat Nichclieus Nachfolger,Kardinal Mazarin, der für Frank-reich beim Westfälischen Frieden un-terhandelte. Ebenso schloß er 1659mit Spanien den PyrcnäischcnFrieden, durch welchen die Py-renäen als Grenze zwischen Spa-nien und Frankreich bestimmt wur-den. Endlich führte er auch denKrieg gegen den französischen Adel(Krieg der Fronde), der sich seinerRechte und Freiheiten wehrte.
Unterdessen war Ludwig Xiil.gestorben, und Ludwig XIV. (1643bis 1715) bestieg den Thron. Doch,
Kardinal Richelieu.
Heinrich IV. von Frankreich.
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