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reich und den andern Mächten (1814). Frankreich wurde wiederbeschränkt auf das Gebiet, das es bereits 1792 besessen, hatte.
Um aber die europäischen Verhältnisse überhaupt wiederzu ordencn, traten auf Einladung Franz' I. die Machte inWien zu einem Kongresse zusammen.
7. Napoleons IMKelsr. Die sechste Koalition (1815).Da auf einmal verließ Napoleon die Insel Elba wieder,kehrte nach Frankreich zurück, vertrieb Ludwig XVIII. undhielt am 30. März 1815 als Kaiser der Franzosen aber-mals seinen Einzug in Paris. Allein die vereinigten Machteließen ihrer nicht mehr spotten. Die Jahre von 1809 bis1811 waren vorbei. Nach mehreren kleineren Gefechten kames zur Schlacht bei Warcrloo. Napoleon verlor sie. Jetztwurde er auf die Insel St. Helena, westlich von Afrika, ver-bannt. Dort starb er am 5. Mai 1821.
4. Die Schweiz in der Wediationszeit.
( 1803 — 1813 .)
1803 1. Die Konlulta. Kaum war Napoleon Konsul ge-
worden, da beschloß er, auch der Schweiz eine neue Versassungzu geben. Zu dem Zwecke berief er Abgeordnete aus der-selben nach Paris. Es waren ihrer etwa sechzig an derZahl aus allen Gauen und Verwaltungsbezirken der damaligenhelvetischen Republik. Man nannte sie die helvetische Kon-sulta. Das Ergebnis dieser Beratungen war die sogenannteMediations- oder Vermittlungsnkte vom Jahre 1803.
Durch die Mediationsakte traten an Stelle des Ein-- heitsstantcs wieder die 13 alten Kantone, dagegen nichtmehr die alten Untertanenverhältnisse. Vielmehr wurden ausden übrig gebliebenen Ländern der Helvctik noch 6 neueKantone geschaffen mit vollständig gleichen Rechten undPflichten, wie solche den 13 alten Stünden zugeschriebenwurden. Es waren dies die Kantone: St. Gallen, Gran-bünden, Aargau, Thurgan, Tessin und Wandt. Walliswar schon 1802 von dev helvetischen Republik losgerissenund als Simplondepartement Frankreich zugeteilt worden,weil Napoleon sich damit den Herweg über den Simplonnach Italien sichern wollte. Ebenso blieben Genf, Neuen-burg und Prnntrut französisch. Dagegen erhielt der Kanton