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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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des Glückes der Bevölkerung, den äußeren Handel für die den Überflußbegründende richtige Verwertung beider. Für die Landwirtschaft legte erpraktische Landbauschulen an. Zur Förderung des Manufaktur- und Fabrik»wesens ließ der Kaiser Baumwolle, Weiden- und Maulbeerbäume anpflanzenund- legte mehrere hundert Baumwollfabriken an. Schon hatte er dieFonds zu vierhundert Fabriken für Runkclrübenzucker zurückgelegt undhoffte, in vier Jahren den ausländischen Zucker entbehren zu können.Auch eine eigene Unterstützungskasse für Handel und Fabriken hatte ergegründet. Großartige Bauunternehmuugen, die teils dem Handel, denGewerben, dem Heere und den Reisenden zu gute kommen sollten, brachtenunermeßliche Summen in Umlauf. Zu den bereits vorhandenen Häfenwurden neue angelegt und über die höchsten Gebirge, wie den Mont-Cenis und den Simplon, herrliche Straßen erbaut. Architekten wurdendurch Erbauung von Palästen, Lustschlössern, Triumphbogen, Brunnenu. dgl. beschäftigt; bildende und zeichnende Künstler fanden dagegen reich-liche Arbeit an Gemälden, Denkmälern und Statuen. Napoleon selbstschätzte den Wert des natürlich auch durch Plünderung und Eroberungbereicherten Nationalmuseums auf vierhundert Millionen Franken. Gegenhervorragende Musiker, Sänger und Schauspieler zeigte sich der Kaiserebenfalls freigebig

Für den Volksunterricht sorgte Napoleon in der ihm eigen-tümlichen Weise. Die meisten seiner Institute hatten eine militärischeEinrichtung. Für Söhne und Töchter seiner Soldaten wurden eigeneErziehungsanstalten gegründet. An wissenschaftlichen Anstalten entstandenzwölf Rechtsschulen, eine Anzahl Freiinstitute für Heilkunde, Sternwartenu. s. w. Auch vollendete der Kaiser das nach ihm benannte Gesetzbuch6oäs Napoleon.

Größer im Unglück als in der Fülle seiner Macht, rrng indessenNapoleon den schweren Wechsel seines Geschickes mit Würde und unge-beugtem Mute. Die Erinnerung an seine tatenreiche Vergangenheit undschriftstellerische Beschäftigungen füllten seine letzten Lebenstage auf St. He-lena aus. Er starb an einer Leberkraukheit in früher Morgenstunde,während ein furchtbarer Sturm über die Insel tobte. Im Oktober 184l>wurden seine Überreste nach Frankreich gebracht und im Dom der Jnva-liden in Paris feierlich beigesetzt.

3. Aer Wiener Kongreß. Die Bestimmungen desWiener Kongresses (1815) waren folgende:

1. Aus der Pyrenäenhalbinscl wurden die Reiche Spa-nien und Portugal ausgeschieden.

2. Belgien und Holland wurden zu einem Königreichevereinigt.

3. Preußen erhielt Westfalen und die Nhcinprovinz.

4. Die Nheinpfalz kam an Bayern.

5. Die Schweiz wurde für neutral erklärt. In dieseNeutralität wurde aber auch Nordsavoyen cinbczogcn, sodaß die Schweiz im Falle eines Krieges bis heute das Recht