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wieder zu stürzen. Zwei solche Züge wurden unternommen;doch siegten beide Male, an der Emmcnbrücke 1844 und beiMalters 1845, die Ncgicrungstruppcn. Ein Haupträdelsführerder Frcischärler, Dr. Jakob Steiger aus Luzern, wurdesogar gefangen gesetzt und zum Tode verurteilt, dann aberbegnadigt und die Strafe in lebenslängliche Haft umge-wandelt. Doch entkam er durch Verrat der ihn bewachendenPolizisten.
Da wurde der konservative Volksführer Leu von Eber-i84Ssol in der Nacht vom 19. znm 20. Juli 1845 in seinemBette ermordet. Ein ehemaliger Frcischärler, namens Müller,gestand das Verbrechen und starb zu Anfang des folgendenJahres auf dem Blutgerüste. Unter dem Volke aber wurdeder Verdacht immer reger, Müller möchte nicht von sich ausgehandelt haben, sondern von den Führern seiner Partei zuder grausamen Tat angestiftet und dafür bezahlt worden sein.Damit war das Zeichen zur neuen, vollständigen Trennungder Eidgenossenschaft gegeben.
L. Der Son-erbundskrieg.
1. Der Sonderbund. Die sieben katholischen Kantonehielten nun mit ihrem Bündnisse nicht mehr zurück. Siesetzten sich in Kriegsbereitschaft. Ein Kriegsrat leitete diemilitärischen Angelegenheiten. Dabei hofften sie auf die Unter-stützung der großen katholischen Nachbarstaaten Österreich undFrankreich.
2. Die Hagsaßung. Die Tagsatzung versuchte, den Bundaufzulösen. Allein noch fand sich auch in dieser keine Mehr-heit, um mit Gewalt gegen die sieben Kantone vorzugehen.
Da kam in Genf und St. Gallen ein Umschwung zustande.
Am 8. Oktober 1846 erklärte der Große Rat von Genfden Sonderbund zwar als dem Bnndcsvcrtrage zuwider, wei-gerte sich aber, Gewalt gegen denselben anzuwenden. Da brachdaselbst ein Bürgerkrieg aus. Das konservative Regimentwurde gestürzt, ein radikales au seine Stelle gesetzt undGenf bildete die elfte Stimme für die Auflösung des Son-derbundcs.
Der Schicksalskanton war St. Gallen. Seit 1845zählte hier der Große Rat 75 konservative und 74 liberale