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auf dein Leben lang und du deine» Kindern und Kindeskindern Zeugn!»geben könnest von den Schrecknissen diekcr Tage. Da siehe diese ver-stümmelten Leiber . . . dem einen ist ein Arm oder ein Bein abgeschlagen,dem andern der ganze Kopf vom Rumpfe geschossen; einem dritten dieHirnschale in Stücke zerschmettert; einem vierten der Leib aufgerissen, daßdie Eingeweide verschüttet liegen. Ja wahrlich:
„Der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn!"
Wenn sie nur alle da waren, jene fluchwürdigen Missetäter, welch:dieses Blutbad heraufbeschworen haben und hineinschauen müßten in diebleichen Angesichter all dieser Erschlagenen! O sie würden mit Kains-angst von dannen fliehen und unter dem Bann ihrer Verworfenheit inden tiefsten Abgrund versinken!
Und wenn sie nur auch da wären, alle die kriegslustigen Revanche-propheten, diese heillosen Träumer, und miterleben müßten, nur einmal!die Schrecken und Greuel solchen Blutvergießens ... sie würden mitScham und Entsetzen an ihre Brust schlagen und das Würgen satt be-kommen in Ewigkeit.
Wahrhaftig ein Bild, wohl geeignet, auch uns wieder beten zu lehren:„Bor Pest, Hunger und Krieg verschone uns, o Herr!"
4. Jer Sturz Napoleons. Inzwischen sammelte Mac-Mahon die Neste seines Heeres bei Chälons wieder, währendBazainc sich mit der Hauptmacht gegen Metz zurückzog. VonMetz aus wollte Bazaine sich mit Mac-Mahon vereinigen.Doch die Deutschen folgten den Bewegungen auf dem Fuße.Die beiden Feldherren waren gezwungen, sich immer wiedervereinzelt zu schlagen. Endlich wurde Bazaine durch dieblutige Schlacht bei Gravelotte in Metz eingeschlossen. DenFall Mnc-Mahons vollendete seine Niederlage bei Scdan. DreiTage hatte der Kampf gedauert; am dritten mußte Mac-Mahonkapitulieren. In seinem Heere befand sich Napoleon III. selbst.Noch am Abend des dritten Tages (1. September) schrieb erdeshalb an König Wilhelm: „Mein Herr Bruder! Da es mirnicht vergönnt ist, an der Spitze meiner Truppen zu sterben,bleibt mir nichts mehr übrig, als meinen Degen in die Hand Ew.Majestät niederzulegen. Ich bin Ew. Majestät guter Bruder-Napoleon." Wilhelm antwortete: „Mein guter Bruder!Mit Bedauern über die Umstünde, unter denen wir zusam-mentreffen, nehme ich den Degen Ew. Majestät an und bitteSie, einen Ihrer Offiziere ernennen zu wollen, der bevoll-mächtigt wird, über die Bedingungen der Ergebung dcrArmec zu unterhandeln, die sich unter Ihren Befehlen sotapfer geschlagen hat." Über 100,000 Franzosen wurden