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darauf als Kriegsgefangene nach Deutschland geführt. Über-dies erbeuteten die Deutschen gegen 600 Kanonen, 66,000Gewehre und 6000 Pferde. Napoleon wurde als Aufent-haltsort das königliche Schloß Wilhelmshöhe bei Kassel an-gewiesen.
In Paris rief die Tranernachricht eine allgemeine Be-stürzung hervor. Aufständische forderten aufs neue die Re-publik. Am folgenden Morgen wurde Napoleon von derKammer als abgesetzt erklärt.
5- Die Kämpfe der AranzZfifchen WepMik- Es wur-den Fricdcnsuntcrhandlungen eingeleitet. Allein die neue„provisorische Regierung der nationalen Verteidigung", anderen Spitze Jules Favre und Gambe tta standen, er-klärte: „Wir treten keinen Fuß breit Erde, keinen Steinunserer Festungen ab." Inzwischen hatten die DeutschenParis bereits umzingelt. Da verließ Gambetta in einemLuftballon die Hauptstadt und rief ganz Frankreich unterdie Waffen. In weniger als vier Monaten standen wiedernahezu 600,000 Mann im Dienst. Die Fcldartillerie wurdeim gleichen Zeitraum auf 238 Batterien mit 1404 Kanonengebracht. Drei neue Armeen wurden gebildet. Zwei der-selben sollten von Süden, Norden und Westen her zugleichmit Hilfe der Belagerten Paris entsetzen; die dritte aber,die sogenannte Ostarmcc, unter dem Befehle des GeneralsBourbaki, sollte unterdessen das von den Deutschen ebenfallsbelagerte Belfort wiedergewinnen und dann in Süddeutsch-land einbrechen. Allein Gambetta kam zu spät.
Schon am 17. September hatte sich auch Straßburgergeben müssen, und am 27. Oktober mußte Bazaine inMetz kapitulieren. Dabei wanderten 3 Marschälle, 70 Ge-nerale, über 4000 Offiziere, 170,000 Soldaten, 14,000 Ge-schütze und 300,000 Gewehre abermals als Siegesbeute nachDeutschland.
Zudem waren die frisch ansgehobcnen Truppen meistungeschält und darum der Kriegskunst der Deutschen nichtgewachsen. Auch diese wurden daher trotz tapferer Gegen-wehr in einer neuen Reihe blutiger Schlachten geschlagenund zurückgedrängt.
Ebensowenig vermochte Bourbaki, Belfort zu befreien,das von dem deutschen General Werder besetzt wurde. Drei