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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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Ortschaften verteilt. Die Unteroffiziere und Soldaten wur-den vorher noch von ihren Offizieren getrennt und bliebenes auch während der ganzen Dauer der Eingrcnzung Nun-mehr konnte auch sorgfältigere Pflege den armen Soldatengewidmet werden. Milde Hände sorgten für die nötigeWäsche. Die Kleider wurden ausgebessert oder durch neueersetzt. Die Menschen aber wurden gebadet und gesalbt.Traurig stand es besonders um die Krieger, die wegen er-frorenen Gliedmaßen auf Wagen hertransportiert werdenmußten. Bei der ersten Erneuerung des Verbandes sollenvielen die Zehen gleich reifen Pflaumen abgefallen sein. Da-mit die Angehörigen in Frankreich nicht im Ungewissen seienüber das Los der Internierten, wurden diese eingeladen,Kenntnis von ihrem Aufenthalte zu geben und für die BriefePortofrciheit bewilligt. Es wurde sogar ein eigenes Aus-kunftsbureau errichtet. — Die Pferde wurden zuerst sum-marischer Prüfung unterzogen. Die große Mehrzahl derTiere befand sich in einem Schauder erregenden Zustande derEntkräftung und vermochte sich kaum fortzuschleppen. Manhatte Mühe, die französische Mannschaft zur Warlnpg derPferde anzuhalten. Bei der Unkenntnis der deutschen Sprachewar freilich das gegenseitige Verstehen etwas erschwert. Wennsich aber die Wnchtmannschaft des Gewehrkolbens als Diktion-naires oder Nachschlagebnches bediente, dann war das Verständ-nis merkwürdig schnell vorhanden. Oft erhielten einzelnePferde Futter im Überfluß und standen um, während an-dere dicht daneben gar nichts bekamen und daher die Baum-rinden abnagten, soweit sie mit ihren Mäulern reichen mochten.Die faulen, pflichtvergessenen französischen Trainsoldnten gin-gen in ihrer Gefühllosigkeit sogar so weit, statt der PeitschenStecken, vorn mit spitzen Nägeln versehen, als Antrcibungs-mittel zu gebrauchen. Die Pferde wurden auf 11 Kantoneverteilt und nachher versteigert. Noch lange Jahre nachhersah man solche „Bourbakis" an den verschiedensten Wagen.Was eben nicht ganz dauerhaft gewesen, war schon vor derVersteigerung nmgestandeu.

Die Kriegskasfe enthielt Fr. 1,682,584, die nach Bernabgeführt wurden. Es war dies ein erwünschter Zuwachs,da in der eidgenössischen Staatskasse das nötige KleingeldZur Neige zu gehen drohte. Gleich beim Beginne der zweiten