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III. Die Neuzeit.
Maximilian I. in Italien ohne Erfolge, |den Kaisertitel hatte er schon 1508 ohne |Krönung angenommen. I
2. Deutschland. Der Kurfürsten (Ber- 1thold v. Henneberg, Erzb. v. Mainz. Frie-drich d. Weise v. Sachsen, Joachim 1. v.Brandenburg [1499—1535]) Bestrebungen,das Reich in eine ständische Monarchie ;umzuwandeln — Maximilian in ablehnen-1der Haltung — nachgiebig nur aus Grün-den seiner äufseren Politik.
1495 Reichstag zu Worms: ewigerLandfrieden , Reichskammergericht (Frank-furt, Speyer, Wetzlar), gemeiner Ifennig.
1500 Einsetzung des Reichs-regiments.
1512 Deutschland in 10 Kreisegeteilt (Österreich., bayerischer, schwä-bischer— oberrhein., kurrhein.,burgund.,wcstfäl. —niedcrsächs., obersächsischer)— ausgeschlossen Schweiz (thatsächlichselbständig), Böhmen und seine Neben-länder, Preufsen.
1519-1556 (1558) Karl V., geb. 1500,1der Erbe Burgunds, seit dem Tode seines IGrofsvaters Ferdinands d. Kathol. (1516) jals Karl I. König von Spanien und Neapel,1519 gegen Franz I. v. Frankreich zumKönig von Deutschland gewählt (Krfrst.F'riedrich d. Weise), (1520) in Aachen;gekrönt, der mächtigste Herrscher derZeit — sein Ziel: die Weltmonarchie.
(1520—1522) Aufstand der spanischenStädte (Communeros) unterdrückt — Her-stellung der absoluten Monarchie inSpanien: die Granden ziehen sich zurückoder werden Hofadel, die Cortes bedeu-tungslos. — Karls Aufenthalt in Spanien(1521—1529) entfremdet ihn den dtsch.Verhältnissen — sein Vertreter in Dtschl.
3. Beginn der Reformation in der Schweiz.Huldrich Zwingli (geboren 1484), Hu-manist (seine kritische Richtung), beginntseit 1518 als Prediger in Zürich seinereformatorische Thätigkeit.
4. Fortgang der Reformation in Dtschld.1520 Luthers Schriften: „An denchristlichen Adel dtsch. Nation”und „Von der babylon. Gefangen-schaft der Kirche” — Verbrennungder Bannbulle, die Eck in Rom er-wirkt.
1521 Reichstag zu Worms — Luthervor Kaiser uud Reich (18. April) — das