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III. Die Neuzeit.
Kirche und augsburgischer Konfession — Reservatumecclesiasticum — Deklaration.
1556 Karl V. dankt ab (+ 1558 im Kloster San Juste,aber nicht als Mönch).
1558—1564 Ferdinand I., Karls V. Bruder.
1564—1576 Maximilian II., Ferd.s I. Sohn, steht dem Protes-tantismus nicht feindlich gegenüber, bleibt jedoch ausRücksichten auf die Nachfolge seiner Söhne in Spanienu. Polen altgläubig — die Grumbachscken Händel.
1576—1612 Rudolf II., Maximilians II. S., in Spanien strengkatholisch erzogen, unfähiger Regent — von seinemBruder Matthias aus Ungarn, Österreich, Mähren ver-drängt — giebt den Ständen Böhmens im Majestäts-briefe (1609) das Recht freier Religionsübung,b) Frankreich bis zum Anfänge des 17. Jahrhunderts.
Heinrich II. nimmt im Kampfe gegen Philipp II. v. Spanien dessenVerbündeten, den Engländern, Calais — behauptet Metz, Toul undVerdun trotz der Siege der Spanier bei St. Quentin und Gräve-lingen (Graf Egmont). — Es folgen seine und der Katharina v.Medici 3 Söhne: der Gemahl der Maria Stuart, Franz H. (f 1560),Karl IX. (f 1574), Heinrich III. (f 1589).
1562—1598 Die Hugenottenkriege (die Guisen Führer derKatholiken, die Bourbonen [Anton und Heinrich v.Navarra] der Hugenotten).
1572 (24. August) Bartholomäusnacht (Pariser Blut-hochzeit : Vermählung Heinrichs v. Navarra mit Karls IX.Schwester Margarete) — Massenmorde der Hugenotten(auf Anstiften der Königin-Mutter) in Paris (AdmiralColigny +) und Frankreich.
1589—1793 (1830) Das Haus Bourbon auf dem ThroneF rankreichs.
1589 — 1610 Heinrich IV. (v. Navarra) nach längeren Kämpfen(katholisch 1593) allgemein anerkannt — Friede mitSpanien — Ordnung der Verwaltung (Sully) — H.s IV.antihabsburgische Politik macht ihn zum Bundes-genossen der Protestanten.
1598 Edikt v. Nantes: Die Hugenotten erhalten politischeGleichberechtigung, bestimmte Kultstätten, mehrereSicherheitsplätze — • die Hugenotten ein Staat im Staate(dies für sie verhängnisvoll).
1610 Heinrich IV. von Ravaillac ermordet.