Reformation und Gegenreformation.
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A. Die Religionskämpfe bis zum Ausbruch des grofsenKrieges.
a) Deutschland bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts.
1546—1555 Karls V. Kampf gegen den Protestantismus.
1546—1547 Schmalkaldischer Krieg. Karl Y. im Friedenmit Franz I. und Soliman, im Bunde mit Hrzg. Moritzv. Sachsen.
1546 Reichstag zu Regensburg: Johann Friedrich v. Sachsen(Kurfürst seit 1532) und Philipp v. Hessen „pfiicht-und eidvergessene Rebellen” — Schmalkaldener [Kur-sachsen, Hessen und (unter Sebastian Schärtlin) dieTruppen der oberdeutschen Städte] an der Donau —uneinig — Joh. Friedr. zurück in sein von Moritzbesetztes Kurfürstentum — Auflösung des Heeres ■—Unterwerfung der süddeutschen Fürsten und Städtedurch K. V.
1547 K. V. nach Sachsen (Moritz von Joh. Friedr. bedrängt)— Schlacht hei Mühlberg a. d. Elbe (Alba, Moritz)— Joh. Friedrich gefangen — verliert die Kur-würde an Moritz — Philipp v. Hessen unterwirftsich in Halle, gefangen.
1548 K. V. gewährt durch Reichsgesetz (Augsburger Interim)(da das Konzil von Trient des Kaisers Wunsch nichterfüllt) den Protestanten Priesterehe und Laienkelch.
Magdeburg „unseres Herrgotts Kanzlei” geächtet (weil es demInterim widerstrebt), belagert von Moritz v. Sachsen, fällt(1551) — 1552 Bündnis Protestant. Fürsten mit Heinrich II., K.v. Frankreich (seit 1547) — (Metz, Toul, Verdun an Frankreichüberlassen).
1552 K. V., vonMoritz überfallen, entkommt mit Müheaus Innsbruck. — Sein Br. Ferdinand schliefstmit den Protestanten den Passauer Vertrag (Ge-währung freier Religionsübung bis zur Entscheidungdurch einen Reichstag).
1553 K. V. belagert vergebens Metz (verteidigt durch Hrzg.v. Guise) — Moritz v. Sachsen fällt bei Sievers-hausen gegen Albrecht v. Brandenburg-Kulmbach.
1555 Augsburger Religionsfrieden: die weltlichen Reichs-stände (cuius regio eius religio) erhalten Religions-freiheit, d. h. das Recht der Wahl zwischen römischer