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Tierkunde in aufsteigender Darstellung : nach vergleichend-anatomischen und biologischen Gesichtspunkten für die Mittelklassen der höheren Lehranstalten / von J. Ruska
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Lporentierchen.

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und Geißeltierchen durch Teilung nach vorhergegangener Kernteilung. Beikoloniebildenden Infusorien kommt auch Sprossung vor.

8 60. Lporentierchen.

Die letzte Gruppe der Urtiere bilden die in höheren Tieren schmarotzenden,durch merkwürdige Vermehrungsvorgänge ausgezeichneten Lporentierchen.

Schon länger bekannt sind die in Insekten, Würmern undandern niederen Tieren schmarotzenden Gregarinen. Ihr Kör-per ist länglichrund und durch eine Art Einschnürung in einKopf- und Endglied geteilt (Abb. 198). Die Nahrung nehmensie durch die ganze Körperoberfläche auf. Die Vermehrung ge-schieht, indem sich zunächst zwei Tiere zusammen einkapseln,dann ihre kerne vermehren und schließlich in zahlreiche kügel-chen zerfallen, die sich zu spindelförmigen Sporen umbilden.

Auch diese teilen sich nochmals in keime, die auswandernmüssen, um sich wieder zu Gregarinen zu entwickeln. sO

2n den Blutkörperchen des Menschen schmarotzt ein Lporentierchen, dasdas Lumpfsieber (Malaria) veranlaßt. Seine Entwicklung ist erst seit kurzembekannt und erinnert durch die Notwendigkeit eines Zwischenwirts (einer Nbb. ld8.Mücke) an die bei den Lchmarotzerwürmern beschriebenen Verhältnisse. Gregarinen.

Ausgestorbene Urtiere.

Nur die Kadiolarien und Koraminiferen haben in ihren Kiesel- undKalkskeletten Reste hinterlassen, die ganze geologische Zeitalter überdauern

konnten. Wie heute nochdie Schalen dieser mikro-skopischen Wesen denMeeresboden bedecken,

Nbb. ld9. Schalen von Nreidetierchen.

Nbb. 200.

Ein Nummulit.

voröere Schalenhälftezum Teil entfernt.

so war es schon in den ältesten Zeiten. OieRadio-larien haben den Hauptanteil an der Bildungkieseliger oder kalkig-kieseliger Gesteine (Kiesel-schiefer, Wetzschiefer, Hornsteine), von den §ora-miniferen wurden gewaltige Kalkschichten gebil-det. Sie setzen fast ausschließlich die weiße Kreide zusammen (Abb. 199),erreichen aber ihre größte Bedeutung im älteren Tertiär, wo die linsenförmigen,bis zu Talergröße anwachsenden Nummuliten (Abb. 200) mächtige Schichtenvon kalk aufbauten, die heute noch in ausgedehnten Gebirgszügen vor-handen sind.

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