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Frankfurt am Main.
1. Die besten seiner Helden, sie lagen in Sachsen tot,
Da floh Carolus Magnus, der Kaiser, in großer Not.
2. „Laßt eine Furt uns suchen längs hin am schönen Main.O weh, da liegt ein Nebel, der Feind ist hinterdrein!"
3. Nun betete Kaiser Karol auf den Knieen an seinem Speer;Da teilte sich der Nebel, eine Hirschin ging daher;
4. Die führte ihre Jungen hinüber zum andern Strand;
So machte Gott den Franken die rechte Furt bekannt.
5. Hinüber zogen alle, wie Israel durch's Meer;
Die Sachsen aber fanden im Nebel die Furt nicht mehr.
6. Da schlug der Kaiser Karol mit seinem Speer den Sand:„Die Stätte sei hinfüro der Franken Furt genannt!"
7. Er kam gar bald zurücke mit neuer Heeresmacht,
Damit er der Sachsen Lande zu seinem Reich gemacht.
8. Doch dort am Main erpranget nun eine werte Stadt,
Die reich ist aller Güter und edle Bürger hat.
9. Es ward da mancher Kaiser gekrönt mit Karols Krön'
Und feierlich gesetzet auf goldgestickten Thron.
10. Da briet man ganze Rinder, es strömte der Fülle Horn,
Es schöpfte jeder Arme sich Wein aus reichem Born.
11. Im Römer füllte dem Kaiser der Erzschenk den Pokal:
Mit Kaiserbildern wurden bedeckt alle Wänd' im Saal.
12. Bedeckt sind alle Wände bis an den letzten Saum;
Kein neuer Herrscher fände zu seinem Bildnis Raum.
13. Der erste deutsche Kaiser gab Namen dieser Stadt,
Die auch den letzten Kaiser in ihr gekrönet hat.
_ A. K-pisch (j- 1853).
Roland der Niese.
Roland der Ries', am Rathaus zu BremenSteht er im Standbild standhaft und wacht;Roland der Ries', am Rathaus zu Bremen,Kämpfer einst Kaiser Karls in der Schlacht;Roland der Ries', am Rathaus zu Bremen,Mächtig die Mark einst mehrt' er mit Macht.Roland der Ries', am Rathaus zu Bremen, —Wollten ihm Welsche nehmen die Wacht,
Roland der Ries', am Rathaus zu Bremen, —Wollten ihn Welsche werfen in Nacht:
Roland der Ries', am Rathaus zu Bremen,Lehnt er an langer Lanz' an und lacht,