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Geschichts-Tafeln für Mittelschulen, gehobene Bürgerschulen, Töchterschulen und Präparanden-Anstalten / von Erich Neidel
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Dann heißt es:AufgesessenUnd wieder nach dem Feind!"

Der möchte sich verschnaufenUnd hält bei Roßbach an,

Doch nur, um fortzulaufenMit neuen Kräften dann.

7. Das waren Seydlitz' Späße.

Bei Zorndorf galt es Zorn;

Als ob's im Namen säße,

Nahm man sich da auf's Korn;

Das slavische Gelichter

Herr Seydlitz hoffte, traun,

Noch menschliche Gesichter

Aus ihnen zuzuhann.

8. Des Krieges BlntvergeudenDie Fürsten kriegten's satt;

Nur Seydlitz wenig FreudenAn ihrem Frieden hat;

Oft jagt er drum vom MorgenBis in die Nacht hinein;

Es können dann die SorgenSo schnell nicht hinterdrein.

9. Er kam nicht hoch zu Jahren,

Früh trat herein der Tod.

Könnt' er zn Rosse fahren,

Da hätt's noch keine Not;

Doch auf dem Lager baldeHat ihn der Feind besiegt,

Der draußen auf der HaldeWohl nimmer ihn gekriegt.

Th. Fontäne.

Die Gräber z» Ottensen.

Erstes Grab.

1. Zu Ottensen auf der WieseIst eine gemeinsame Gruft;

So traurig ist keine wie dieseWohl unter des Himmels Luft.

2. Darinnen liegt begrabenEin ganzes Volksgeschlecht,

Väter, Mütter, Brüder, Töchter, Kinder, Knaben,Zusammen Herr und Knecht.