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A»f die Schlacht von Leipzig.
1. Kann denn kein LiedKrachen mit Macht,
So laut, wie die SchlachtHat gekracht um Leipzigs Gebiet?
2. Drei Tag und drei Nacht,
Ohn' Unterlaß,
Und nicht zum Spaß,
Hat die Schlacht gekracht.
3. Drei Tag und drei Nacht
Hat man gehalten Leipziger Messen,
Hat man mit eiserner Elle gemessen,
Die Rechnung mit euch in's Gleiche gebracht.
4. Drei Tag und drei NachtWährte der Leipziger Lerchenfang;
Hundert fing man auf einen Gang,
Tausend auf einen Schlag.
5. Ei, es ist gut,
Daß sich nicht können die Russen brüsten,
Daß allein sie ihre WüstenTränken mit Feindesblut.
6. Nicht im kalten Rußland allein,
Auch in Meißen,
Auch bei Leipzig an der PleißenKann der Franzose geschlagen sein.
7. Die seichte Pleiß' ist von Blut geschwollen,
Die Ebenen haben
Soviel zu begraben,
Daß sie zu Bergen uns werden sollen.
8. Wenn sie uns auch zu Bergen nicht werden,
Wird der Ruhm
Zum Eigentum
Auf ewig davon uns werden auf Erden.
Fr. Knikert
Der deutsche Rhein.
1. Sie sollen ihn nicht haben,Den freien deutschen Rhein,Ob sie wie gier'ge RabenSich heiser danach schrein;
2. So lang' er ruhig wallendSein grünes Kleid noch trägt,