Buch 
Grundriss der Weltgeschichte für höhere Lehranstalten / von J. C. Andrä
Entstehung
Seite
83
JPEG-Download
 

83

4. Krieg gegen Griechenland, das, der Freiheit nicht mehrfähig, durch innere Zerwürfnisse und Kämpfe Roms Eingreifen herbei-führte. Die blühende Handelsstadt Korinth Wurde 146 von L. Mum-mins zerstört, Griechenland unter dem Namen Achaia römischeProvinz E 31, 3).

S 48.

Der dritte punische Krieg 149146; Spanien.

1. Die Karthager führten ohne Erlaubnis der Römer Krieg gegenden König Masinissa von Numidien, Roms Bundesgenossen, der ihnenTeile ihres Gebiets entrissen hatte. Darum schritten die auf KarthagosWiederaufblühen eifersüchtigen Römer, von dem alten M. Porcius Cato(durch sein Oeterum eeo86o) angetrieben, ein, ließen sich von den Kar-thagern Kriegsschiffe und Waffen ausliefern und forderten sie dann auf,ihre Stadt zu verlassen und sich zwei Meilen von der See entfernt neuanzusiedeln. Karthago, zum äußersten Widerstände gegen solche Zumutungentschlossen, verteidigte sich einige Jahre heldenmütig, bis es 146 durchScipio Africanus den Jüngeren (Ämilianus, Sohn des Ämilius Paullusund Adoptivenkel des älteren Scipio Africanus) erobert und vernichtetwurde. Provinz Africa.

2. Die häufigen Aufstände der Spanier gegen den grausamen Druckder römischen Statthalter erzeugten viele Kämpfe (Viriäthus, Anführerder Lusitanier in Portugal). Endlich wurde das Land nach der EinnahmeNumantias (am Duero) durch Scipio Africanus den Jüngeren133 der römischen Herrschaft unterworfen.

Am Ende dieses Zeitraums besitzen die Römer folgende neun Provinzen:1. Sizilien, 2. Sardinien und Korsika, 3. das diesseitige und 4. das jenseitigeSpanien, 5. 6-Min oisalpins, 6. Macedonien, 7. Griechenland (Achaia), 8. Asien,S. Afrika.

III. Die Zeit der Bürgerkriege.

(Von den Gracchen bis zum Ende der Republik.133-30 v. Chr.)

8 49.

Römische Zustände; die Gracchen.

1. Durch die Vernichtung Karthagos und die Eroberungen im Ostenwar Roms Weltherrschaft entschieden. Die Ausdehnung der Macht

6 »