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war, sein Bündnis mit Frankreich aufzugeben. Franz behielt imFrieden (Damen-Frieden von Cambrai 1529) zwar Burgund, entsagteaber allen Ansprüchen auf Italien. Karl empfing voin Papste zuBologna 1530 die Kaiserkrone; es war die letzteKrönung einesdeutschen Kaisers durch den Papst.
e. Im dritten und vierten Kriege hatte sich Franz mit denTürken verbündet; aber des Kaisers Vordringen in Frankreich nötigteihn endlich zum Frieden zu Crespy 1544, in welchem er fürimmer auf Italien, Karl auf Burgund verzichtete.
Zwischen diese Kriege mit Frankreich fallen2. zwei Feldzüge nach Afrika.
a. Der erste Zug ging gegen Tunis. Dort hatte sich ChaireddinBarbarossa (ein Vasall des Sultans Soliman II.) der Herrschaftbemächtigt und machte das Mittelmeer durch Seeräuberei unsicher.Karl eroberte Tunis, gab es seinem früheren Besitzer zurück und be-freite eine große Menge Christensklaven.
b. Der zweite Zug, gegen die Seeräuber in Algier, verunglückte durchRegengüsse und Stürme.
8 W.
Der schmalkaldische Krieg. Fortgang und Bekämpfungder Reformation.
1. Nach Beendigung der auswärtigen Kriege wandte sich Karl gegendie Protestanten, welche an dem Konzil zu Trient nicht Anteil nehmenwollten. Er sprach über die Häupter des schmalkaldischen Bundes, denKurfürsten Johann Friedrich von Sachsen (der seinem Vater, Johanndem Beständigen, 1532 gefolgt war) und den Landgrafen Philipp vonHessen die Neichsacht aus. So kam es zum schmalkaldischen Kriege1546. Die protestantischen Anführer unterließen es, den noch wenig ge-rüsteten Kaiser rechtzeitig anzugreifen. Dagegen nahm der mit demKaiser verbündete (protestantische) Herzog Moritz von Sachsen das Kur-fürstentum in Besitz, sodaß Johann Friedrich vom Bundesheere sich trennenund gegen diesen wenden mußte. Während er sein Land von den Feindenbefreite, bezwäng der Kaiser die süddeutschen protestantischen Städte undzog dann, mit Moritz und seinem Bruder Ferdinand vereinigt, gegen denKurfürsten, welchen er auf der Lochauer Heide in der Schlacht bei Mühl-berg (an der Elbe) 1547 besiegte und gefangen nahm. Nun ergab sichauch Philipp von Hessen und wurde des Kaisers Gefangener.