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Oberst beim Zug gegen die Franzosen durch seine Kühnheit hervorragend, 1801General-Lieutenant — kapituliert nach der Niederlage von Jena ehrenvoll inLübeck — macht nach seiner Auswechselung den Feldzug in Preußen bis zumTilsiter Frieden mit — kämpft bei Großgörschen und Bautzen — erhält aufScharnhorsts Empfehlung den Oberbefehl der schlesischen Armee — seit dem Siegean der Katzbach .Marschall Vorwärts", nach der Schlacht bei Leipzig Feldmar-schall — später zum „Fürsten von Wahlstatt" erhoben (s 1810).
Am 6. September schlug dann die Nordarmee, und zwar aber-mals Bülow mit seinen Preußen, den Marschall Ney bei Denne-rvitz aufs Haupt („Bülow von Dennewitz"). Beide Heere (dasschlesische bei Wartenburg, wo Dorks tapferes Korps am 3. Ok-tober ein siegreiches Gefecht lieferte) überschritten darauf die Elbeund vereinigten sich; die große Armee rückte aus Böhmen nachSachsen vor. Napoleon verließ Dresden und zog seine Streitkräftein den Ebenen von Leipzig zusammen. Hier erfolgte der entscheidendeKampf, der die Völkerschlacht bei Leipzig (16.—19. Oktober) ge-nannt wird. Am 16. Oktober focht Napoleon (121000 Mann) gegendie böhmische Armee (113000 Mann) bei Wach au unentschieden,dagegen siegte Blücher (Dorks Korps) in blutigem, höchst glorreichemKampfe bei Möckern über den Marschall Marmont; am 17. unter-brachen Unterhandlungen die Schlacht; am 18. kämpften die durchdas Einrücken der Nordarmee und Bennigsens russischer Reserve(auf 255000 Mann) verstärkten Verbündeten gegen das (an 160000Mann starke) Heer Napoleons mit solchem Erfolge, daß die Fran-zosen den Rückzug antraten, der durch die Erstürmung Leipzigs am19. und die übereilte Sprengung der Elsterbrücke ihnen besondersverderblich wurde (Poniatowski f). Der König von Sachsen gerietin die Gefangenschaft der Verbündeten. (Verlust der Verbündeten42000, der Franzosen 35000 Tote und Verwundete, 30000 Ge-fangene.) Das geschlagene französische Heer erkämpfte sich durch dieSchlacht bei Hanau 30. und 31. Okt. (gegen die Bayern, welcheden Verbündeten seit 8. Okt. beigetreten waren, unter Wrede) denRückzug über den Rhein.
e. Die nächsten Folgen dieser Begebenheiten waren: 1) der Anschlußder Rheinbundfürsten an die Verbündeten, 2) die Auflösung desKönigreichs Westfalen (und der Großherzogtümer Berg und Frank-flirt), 3) die Eroberung Hollands durch Bülow, 4) die Rückkehr dervertriebenen deutschen Fürsten (von Kurhessen, Braunschweig undOldenburg) in ihre Staaten.
Der Kronprinz von Schweden zwang die Dänen durch Einrücken in ihr Ge-biet, Norwegen gegen Schwedisch-Pommern abzutreten (Friede zu Kiel).