Band 
Erster Kursus.
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Vorrede.

Reformation, oder es fängt bei den genannten Punkten erst an, dasÜbrige ist ihnen meist unbekannt geblieben. Und doch ist es wünschens-wert und selbst Pflicht der Schule, daß auch solche Schüler einen einiger-maßen vollständigen Überblick der Geschichte empfangen.

Es bedarf daher, um den erwähnten Nachteilen auszuweichen, vorallem einer anderen, pädagogischeren Verteilung des Unter-richtsstoffes. Wir meinen aber, es könne eine solche Auswahl deshistorischen Materials stattfinden, daß dem Schüler im Laufe jedesSchuljahres aus dem ganzen Umfange der Geschichte Bilder vor-geführt und diese so geordnet werden, daß sie für denselben e i n Ganzes,wenn auch nur ein relatives Ganze, bilden. Schon die unterste Klaffewürde also, wenn auch in einem nach Form und Inhalt möglichst ele-mentaren Kursus, Biographien aus allen Zeiträumen kennen lernen.In der folgenden würden dieselben, jedoch unter Einreihung von ebenso viel neuen, gedrängt wiederholt: dies alles mit tieferer Auffassung,sowie zugleich mit umfassenderer Einführung in den jedesmaligen Zeit-raum. Auf der dritten Stufe endlich erfolgt wiederum ein successivesDurchwandern der ganzen Geschichte auf Grund der beiden früherenKurse in Verbindung mit steter intensiver und extensiver Erweiterung ü

Durch eine solche Verteilung würde, glauben wir, den oben gerügtenÜbelständen vorgebeugt. Der Schüler würde durch eine so durch greifendeWiederholung möglichst vor dem Vergessen bewahrt; ferner würde auchdie, in den beiden nachfolgenden Kursen dem reiferen Alter des Schülersentsprechenden Erweiterungen eine gleichmäßigere und tiefere Auffassungvermittelt; endlich würde selbst dem Schüler, welcher nur eine oder zweiKlassen besucht, der Umfang der ganzen Geschichte und zwar gemäß seinergeistigen Reife vorgeführt, so daß er nicht bloß Bruchstücke, nicht bloßeinen Anfang ohne Ende mit fortnähme.

Zu 3. Zu einer fruchtbaren Betreibung der Geschichte auf derSchule halten wir aber namentlich noch die größtmöglichste Selbst-thätigkeit des Schülers für notwendig. Derselbe muß sich der je-weiligen Geschichtsstoffe so bemächtigen, daß er sie ausführlich und inmöglichst guter Sprache wiedererzählen kann. Dazu genügt nicht, daß derLehrer die Biographien in den Stunden vorträgt, vielmehr muß derSchüler ein Lehrbuch in den Händen haben, nach welchem er das in derKlasse Gehörte wiederholen, ergänzen und sich so einprägen kann, daßer dasselbe zu reproduzieren vermag. Auf zusammenhängendes Wieder-

> Wir haben die also aufsteigenden Kurse auf dem Titel als koncentriscksich erweiternde bezeichnet und m ähnlicher Weise auch Lehrbücher für die deutscheSprache, die Geographie und den Rechenunterricht bearbeitet. Vergl.: Spießund Berlet, deutsche Schulgrammatik. In drei Kursen. Siebente Auslage. Hild-burghausen, Kesselringsche Hofbuchhandlung. — Pros. Dr. Stößner, Rektor desKönigl. Realgymnasiums zu Döbeln, Elemente der Geographie in Karten undText. In vier Kursen. Vierzehnte Auslage. Annaberg, Rudolph und Dieterici. —Julius Ruhsam, Oberlehrer an dem Königl. Realgymnasium zu Annaberg. Aufgabenfür das praktische Rechnen in den vier unteren Klassen der Realschulen. Nach demneuen Münz-, Matz- und Gewichtssystem des deutschen Reiches. In drei Kursen.Dritte Auflage. Hildburghausen, Kesselringsche Hosbuchhandlung. — Dr. Hartmann,Direktor der Annaberger Bürgerschulen und Oberlehrer Ruhsam, Rechenbuch fürStadt- und Landschulen (neue Bearbeitung der früheren Ruhsamschen Rechenschule).Vier Hefte. Ebenda. — Ruhsam, praktisches Rechenbuch für landwirtschaftlicheSchulen. Zwei Teile. Ebenda.