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Alte Geschichte.
Wie eine Sintflut überschwemmten nun die wilden Asiaten das nörd-liche Griechenland. Da war kein Gedanke an Widerstand, von allen Seitenschickte man ihnen freiwillig Wasser und Erde; nur die Athener und Spar-taner verzagten nicht in solch' ungeheuerer Gefahr.
Themi- Damals lebte zu Athen THenri stokles (geboren 514). Seit derstoklss. Schlacht von Marathon sah man den bis dahin leichtsinnigen Jüngling inGedanken versunken. Als man ihn über die plötzliche Umwandlung befragte,gab er zur Antwort: „Das Siegeszeichen des Miltiades läßt mich nichtschlafen!" Denn während die anderen jene Niederlage der Barbaren beiMarathon für das Ende des Krieges hielten, sah Themistokles darin nurden Anfang größerer Kämpfe. Auf seinen Rat hatten daher die Athenervon den Einkünften ihrer Silberbergwerke zu Laurium', die bisher unter dieBürger verteilt worden waren, eine Flotte von 300 Ruderschiffen erbautund sich durch ein neues Bündnis mit Sparta gegen den Feind gerüstet.
3. Die Perser waren, ohne Widerstand zu finden, bis zum EngpässeThermo- von Thermvphlä (Karte II.) gezogen. Hier, wo ein morastiger KüstenstrichwKst von der einen und das steile Öta-Gebirge von der andern Seite nur einenschmalen Steig gelassen haben, hielt der spartanische König Leonidas mit300 Spartanern und 6000 verbündeten Truppen. Lerxes lachte, als erhörte, daß dieses Häuflein seine Millionen aufzuhalten gedächte und sich zudem Kampfe wie zu einem Feste schmückte. Er schickte Boten hin, ihmsofort die Waffen auszuliefern. „Komm und hole sie!" war die Antwort.
Und als den Griechen gesagt wurde, der Feinde seien so viele, daß dieSonne verdunkelt würde, wenn sie ihre Pfeile abschössen, erwiderte einSpartaner: „Um so besser, dann werden wir im Schatten fechten!"
Noch zögerte Terxes mit dem Angriffe. Er konnte sich nicht denken, rdaß diese Hand voll Menschen wirklich Widerstand leisten würde und ließihnen vier Tage Zeit, zur Besinnung zurückzukehren und abzuziehen. Dannaber mußten seine Asiaten gegen den Hohlweg losstürmen. Hier standen dieGriechen dicht geschlossen, Mann an Mann, in der Linken die Schilde, welchesich wie eine eherne Mauer vor der Reihe herzogen, an der die Pfeile derBarbaren klirrend abprallten; mit der Rechten streckten sie einen Wald langerLanzen vor sich hin. Schar auf Schar stürmte heran und suchte den Waldzu durchbrechen, aber immer wurden sie über die Leichen der Ihrigen zurück-geworfen. ^erxes ließ jetzt die Tapfersten seines Heeres, die „unsterblicheSchar" genannt, vorrücken. Auch sie fielen. Kein Perser mochte mehr den <Angriff wagen. Wiederholt sprang der König von seinem Throne, von woaus er dem Kampfe zusah, wütete und tobte und ließ seine Scharen mitGeißeln in den Hohlweg peitschen, wo ihr sicheres Grab bereitet war.
Hier wäre vielleicht schon die ganze Macht der Perser gebrochen worden,hätte sich nicht unter den anwohnenden Griechen selbst ein Verräter gefunden.Ephi altes hieß dieser Elende, der den persischen Feldherren einen Fußpfad iüber das Gebirge zeigte. Die Perser folgten, überstiegen die Waldhöhcnund fielen den Griechen in den Rücken. Da War alle Rettung dahin.
Leonidas sandte alle, die nicht Spartaner waren, zurück, auf daß sichjeder seiner Stadt und anderen Gefahren des Vaterlandes erhalte. Er selbstopferte, um zuvor seine und seiner Gefährten Todesfcier zu begehen, in seinemKönigskleide den Göttern von Sparta und hielt mit seinen 300 Spartanern
> Lauriu in, erzhaltiges Gebirge in Attika, unweit Summn (Karts II.).