Band 
Erster Kursus.
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Oktav! an Augustus 30 vor bis 1-1 nach Chr.

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aufgeschreckt, daß-Oktavian in Roin an der Vergrößerung seiner Macht fleißigarbeite und bald ihn, so gut wie Lepidus, verdrängt haben würde. Da segelteAntonius mit einer Flotte von 200 Schiffen nach Italien. Oktavian zogihm, auf alles gerüstet, mit 40 Legionen entgegen. JnBrundisium' (Karte III.)kamen die beiden Gewaltherren zusammen. Nocheinma! söhnten siesich (im Jahre40) aus, und zur Befestigung der Freundschaft vermählte sich Antonius mitOktavia, der Schwester des Oktavian. — Länger als ein Jahr weilten beideHerrscher in Rom, dann aber reiste Antonius in die östlichen Provinzen zurück.

Oktavian hatte nun in Rom freies Spiel; er zwang Lepidus, (36)seine Provinz (Afrika) an ihn abzutreten, und verwandelte so die Drei-männerherrschaft in eine Zweimännerhcrrschaft (Duumvirat).

Die römische Welt war geteilt zwischen Antonius und Oktavian. Letz-terer suchte seine Macht schlau und listig immer mehr zu vergrößern. SeinLandheer zählte 45 Legionen und seine Seemacht bestand aus 600 Kriegs-schiffen. In Agrippa besaß er einen trefflichen Feldherrn und in Mä-cenas? einen klugen Ratgeber. Oktavian that alles, um die Bürger an sichzu fesseln. Abgaben wurden erlassen und überall zweckmäßige Einrichtungengetroffen, so daß Rom und Italien unter seiner Verwaltung sich glücklich fühlten.

Unterdessen schaltete Antonius über seine Länder^ mit maßloser Will-kür und vergeudete die erpreßten Summen in einem schwelgerischen Lebenmit Kleopatra. Er beschenkte sie und ihre Kinder mit römischen Provinzen;ja er verstieß sogar seine edle Gattin Oktavia, die er in Rom zurückgelassenhatte, und verheiratete sich mit der ägyptischen Königin.

3. Die Nachricht von solchem Verfahren erbitterte ganz Rom, und Okta-vian wußte den Senat zu bestimmen, daß er den Antonius seiner Würdeentsetzte und der Kleopatra den Krieg erklärte (32). Antonius trat als ihrVerteidiger auf, und bald rüstete sich das Morgenland und das Abendlandwider einander^. Die Kriegsmacht beiderGewaltherrcn sammelte sich beiAktium'(Kartell.). Antonius hatte 220Schiffe, 100000 Fußsoldaten und 12000Reiter; Oktavian dagegen260Schiffe, 80000 Fußsoldaten und 12000 Reiter.Im Jahre 31 kam es zur Seeschlacht bei Aktium. Schon hatte der Kampfeinen großen Teil des Tages gedauert, noch war derselbe unentschieden, daverließ plötzlich Kleopatra mit ihren 60 Schiffen das Gefecht. Antonius eilt ihr,unbekümmert um so viele Tausende von Tapfern, die für ihn kämpften, alsbaldnach. Vier Stunden noch hielt sich die Flotte und erst bei einbrechender Nachtergab sie sich. Das Landheer harrte sieben Tage lang auf die Rückkunft desentwichenen Führers, aber er kam nicht. Da gingen seine Feldherren, dagingen endlich alle Anhänger des Antonius zu dem erstaunten Sieger über.

Oktavian folgte erst im folgenden Jahre (30) dem Geflohenen nach Ägypten.Noch einmal rüstete sich Antonius zur Gegenwehr und stellte sein Heer vorAlexandria auf. Aber eine Schar nach der anderen ging zu Oktavian

> Brundisiu m, jetzt Brindisi, Stadt in Kalabrien, an der Küste des Adriati-schen Meeres, der gewöhnliche Überfahrtsort nach Griechenland. — Aktium, Stadtund Borgebirge an der Nordwestküste von Hellas.

2 Mäcenas ist besonders auch als Gönner der Dichter berühmt, von denenHoraz, Vergil (nicht: Birgilj und Ovid die berühmtesten waren.

s Im Jahre 37 setzte der römische Senat durch Antonius den Herodes ausEdom oder Jdumäa als König der Juden ein

4 Der Krieg zwischen Antonius und Oktavian ist der vierte (und letzte)Bürgerkrieg: 32—30.

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