Band 
Erster Kursus.
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Wilhelm I.

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die Dänen ein heftiges Feuer unterhielten, an den Strand und rücktenso rasch vor, daß die Feinde während der nächsten Nacht nach der InselFünen überschifften, Alsen mit den reichen Kriegsvorräten den Deutschenüberlassend. — Auch in Jütland erfochten darnach die Preußen undÖsterreicher Sieg auf Sieg, so daß die Dänen nach der Insel Seelandentwichen.

Die gründlich besiegten Dänen baten am 15. Juli um Waffenruhe, und Wieneram 30. Oktober 1864 wurde zu Wien der Frieden unterzeichnet. Der FriedeKönig von Dänemark verzichtete auf die Herzogtümer Schleswig, Holsteinund Lauenburg zu Gunsten des Kaisers von Österreich und des Königsvon Preußen. — Beide aber schloffen (am 14. August 1865) zuGastei Vertrageine Übereinkunft, laut welcher Lauenburg in den Besitz Preußens (gegen eine von GasteinEntschädigung von 7>/s Millionen Mark an Österreich) überging undÖsterreich die Verwaltung von Holstein, Preußen die von Schleswig führensollte. Doch dieser Ausgleich sollte bald der Grund zu einem verhängnis-vollen Zwiespalt werden.

III. Der deutsche Krieg 1866.

1. Die Ursachen des Krieges. Ausbruch desselben: 16. Juni. Sachsen. Kurhesse».

Hannover: Schlacht bei Langensalza. 3. Einrücken der Preußen in Böhmen: Schlachtbei K öniggriitz 3. Juli. 3. Folgen des Sieges bei Königgrätz. (Schlacht bei Custozza)

Friede zu Prag 33. August 1866. Friede mit Süddentschland. FolgendesKrieges:

Der Norddeutsche Bund. Der Norddeutsche Reichstag 1867.

1. Schon seit dem Jahre 1849 war das Streben der beiden Groß-Ursachen desmächte Österreich und Preußen nach der Hegemonie (Oberherrschaft Krieges,vgl. S. 24 Anm. 2) in Deutschland wiederholt zu Tage getreten, und kamdasselbe durch die Verwickelungen in der schleswig-holsteinischen Frageendlich zum Ausbruch.

Österreich, dem, wie erwähnt, der Gasteiner Vertrag die Verwal-tung des Herzogtums Holstein zugesprochen hatte, war geneigt, beide Herzog-tümer dem Prinzen Friedrich von Augustenburg auf Grund eines vermeint-lichen Erbrechtes zu überlassen. Dem trat Preußen entgegen und schloß,um auf alle Fälle gerüstet zu sein, ein Bündnis mit dem König vonItalien?.

Hierzu trat bald darauf noch ein anderer Streitpunkt. Der Minister-präsident des preußischen Königs, Gras Bismarck, fragte (24. März1866) bei den deutschen Regierungen an, in welchem Grade Preußen beider Neugestaltung der Bundesverhältnisse auf sie rechnen könne, und stellte(9. April) beim Bundestage den Antrag auf Einberufung einesdeutschen Parlamentes. Die Mittelstaaten sahen sich durch Aus-führung eines solchen Antrags in ihrer Stellung bedroht und schlössen sichan Österreich an, das von einer Umgestaltung des deutschen Bundes,

> Gast ein, berühmtes Bad im Süden des Herzogtums Salzburg.

2 Infolge deS Krieges zwischen Österreich und dem mit Frankreich verbündetenKönigreich Sardinien (S. 316 s.) im Jahre 1859 fielen die Lombardei, sowie daSGroßherzogtum Toskana und die Herzogtümer Parma und Modena samt den so-genannten römischen Legationen (Bologna u. s. w.j an Sarbinien, während (1860)

Frankreich die sardinischen Provinzen Savopsn und Nizza erhielt. — Im Jahre 1860gewann Sardinien außerdem das Königreich Neapel. Am 31. März 1861 vertauschtedaher Viktor Emanuel seinen bisherigen Titel als König von Sardinien mit demeines Königs von Italien und verlegte im Jahre 1865 seine Residenz von Turmnach Florenz.

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