Band 
Zweiter Kursus.
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Alte Geschichte.

wirkten endlich den Abmarsch der Bnndestrnppen. Es waren 5000 freieSparta'« Bürger und 35 000 Heloten, die unter Pausanias nach dem Kriegsschan-Hilfe- platz abrückten. Sobald Mnrdonius den Anzug der Spartaner erfahrenhatte, ging er nach Böotien' zurück und verschanzte sich längs desFlusses Asopuö; am gegenüberstehenden Ufer stellten sich die Griechen auf, dieim ganzen lOOOOOMann zählten, da zu den Spartanern außer anderen Bundes-genossen 8000 schwerbewaffnete Athener unter Aristidcs gestoßen waren.

Zwölf Tage lagen die Heere einander gegenüber. Da verließen dieGriechen aus Mangel an Wasser ihre bisherige Stellung und zogen sich nachPlatää Platää zurück. Mardonins hielt das für Flucht, rückte über den Asopusnach und warf sich auf die Spartaner, welche die letzten im Zuge waren.Von den Persern hart bedrängt, ließ Pausanias die Athener znr Hilfe herbei-rufen. Allein auch diese standen schon im Kampfe mit dem Feinde. Soentbrannte die Schlacht auf zwei Seiten zugleich: überall wurden Probeneiner unerschütterlichen Tapferkeit gegeben. Endlich durchbrach der spartani-sche Schlachtkeil die Reihen der Perser, Mardonins selbst fiel im Getümmelund sein Tod war die Losung znr Flucht. Alles eilte nach dem befestigtenLager. Auch dieses wurde erstürmt und eine große Zahl der Perser wurdehingewürgt. Das war die Schlacht bei Platää 479 vor Chr.

Mykale An demselben Tage wurde auch bei Mykale ^ die persische Flotte,470. welche ans Land gezogen und durch eine feste Vcrschanzung geschützt wordenwar, nach blutigem Kampfe von den Griechen erobert und verbrannt. Uner-meßliche Beute brachte ihnen diese Schlacht, in der Leothchidas die Spar-taner und Tanthippus die Athener anführte. Durch diesen Sieg wurdendie griechischen Kolonien in Kleinasien abermals von dem persischen Joche befreit.

3. Nach den Siegen bei Platää und Mykale benutzten die Griechendas erlangte Übergewicht, Europa und die benachbarten Inseln vollends vonden Persern zu säubern. Unter Anführung des Pausanias, Aristidcsund Cimon eroberte eine Flotte der verbündeten Hellenen erst Cypern'(478) und dann Byzanz ^ und befreite so die übrigen griechischen Pflanzstädte.

Unmittelbar darauf schloß Athen mit befreundete» Staaten den erstenSeedund. Seebnnd und trat damit (477) an die Spitze von Griechenland. Im JahreEurymedon465 endlich führte der DoPPelsicg des Cimon am Enrpmedon *465. über das Landheer und die Flotte der Perser eine längere Unterbrechungdes Krieges herbei.

Bei der Eroberung von Byzanz (478) hatte man viele vornehme Perser,Verrat des darunter Verwandte des Königs gefangen; für Pausanias ward dies diePausanias. Veranlassung, mit dem Erbfeinde seines Vaterlandes in verräterische Ver-bindung zu treten. Auch fing der bethörtc Spartaner au, sciuc Kleidung,Dienerschaft, kurz alles nach morgenlündischer Sitte einzurichten. Dieser Mangelan Mäßigung, welchen Pausanias, und die Redlichkeit, welche Aristidcs bewies,H«,emouie bewog, wie oben erwähnt, die meisten Staaten Griechenlands, sich an die Atheneranzuschließen und sie zu Anführern gegen die Barbaren zu wählen (477).

^ ' Die Spartaner selbst segelten Heini und klagten ihren Feldherrn des Ver-rats an, doch wurde nur auf eine Geldbuße erkannt. Als Pausanias seine

' 0 Bvotien, S. 5 Amn. 3. — Mykale, Vorgebirge an der Westküste Klein-

asiens, der Insel Samos gegenüber. — Cypern, Insel im mittelländischen Meere,westlich von Syrien. — Byzanz, das heutige Konstantiiiopel. — Enrymcdon,Küstcnfluß der Landschaft Pamphylien im südlichen Kleinasien.