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Alte Geschichte.
3. messen.
Krieg464—47>5.
Eimonch 449.
Perikles46'.»—26.
Peioponne-sischcr Krieg431—404.'
Thrasybnl
403.
Koronca
364.
Friede desAntalcidas387.
Die Spar-taner inTheben382.
die Perser anzuspornen. Seine größte Waffenthat ist der oben genannteDoppelsieg am Enrymedon (465). Auch setzte er es durch, daß den durcheinen Helotenaufstand (dritten mcsscnischen Krieg 464—455) be-drängten Spartanern ein Hilfsheer geschickt wurde. Als diese aber die dar-gebotene Hilfe zurückwiesen, ward der so leutselige Mann, welcher sein ganzesVermögen auf Verschönerung der Stadt (die Gartcnanlagen der Akademie)Nerwendet, als „Spartanerfreund" durch den Ostracismus verbannt.Nach seiner Rückkehr machte er nochmals einen siegreichen Angriff gegen diePerser auf der Insel Cypern*, fand jedoch dabei seinen Tod (449).
Der berühmteste Zeitgenosse des Cimon war Perikles 469—429.Dieser führte, nachdem die Gefahr vor den Persern beseitigt war, den Glanz-punkt Athens herbei. Unter seiner Verwaltung beherrschte die athenischeFlotte die Meere, gelangten Handel und Gewerbe, Künste und Wissenschaftenzur höchsten Blüte. Das Glück Athens erregte aber den Neid Spartas, zudxm sich, da Athen oft willkürlich gegen seine Bundesgenossen verfuhr, derUnwille der kleinen Staaten gesellte. Als daher Korinth in Sparta Klageführte, daß Athen unrechtmäßiger Weise der Insel Korcpra ^ gegen dieMutterstadt Korinth Hilfe geleistet hätte, da begann der peloponnesischeKrieg, der 27 Jahre (431—404) lang Griechenland verheerte. Athenunterlag und mußte sich nicht nur die Schleifung seiner Mauern, sondernauch die von Sparta vorgeschriebene Herrschaft, „die dreißig Tyrannen",gefallen lassen (404).
Dieser Bürgerkrieg streifte Griechenlands Blüte ab und legte den Grundzum Verfalle der griechischen Selbständigkeit. Obgleich Thrasybul schonnach acht Monaten (403) die dreißig Tyrannen vertrieb, eine allgemeine Amnestie(Begnadigung) erließ und die solonische Verfassung wieder herstellte, so warder entschwundene Heldengeist doch nicht wieder zurückzurufen. Die Griechenwaren schon so entartet, daß sie in Persien dem jungen Cyrus gegen seinenBruder Artaxerxes als Mietötruppen dienten. Sokrates, welcher sichder SittcnverderbniS entgegenstellte, mußte im Jahre 399 den Giftbechertrinken. Und als der Spartanerkönig Agesilaus in Kleinasien (396 — 394)glücklich gegen die Perser kämpfte, griffen Korinth, Theben ^ und Athen sogarSparta au und nötigten so dessen König zur Rückkehr. Zwar behauptetedieser durch den Sieg bei Koronea ^ (394) die Hegemonie, doch willigteandererseits Sparta (387) in den schimpflichen Frieden des Antalcidas,durch welchendie kleinasiatischcnGriechen den Persern wieder unterworfen wurden.
Nach diesem Frieden kannte der Übermut der Spartaner keineGrenzen. Auf Einladung des Leontiades, eines vornehmen Thebaners, be-mächtigten sie sich (383) der Burg Kadmea und führten in Theben eineTyranncnherrschafi' ein. Leontiades verleitete die neue Regierung zu blutigerHärte und zwang so viele Thebancr znr Flucht. Uuter den Vertriebenenwar auch PelopidaS, der in Athen eine Zuflucht gefunden hatte. Dieserfaßte mit anderen Verbannten und einigen Freunden in der Heimat denEntschluß, sein Vaterland zu befreien. Nachdem alles verabredet, schlichensich Pelopidas und zwölf Genossen nach Theben und machten beide Tyrannen,
) Cypern, S. 26 Anm. — Korcyi'a, die nördlichste der ionischen Inseln,westlich von Epirus; jetzt Korsn. — Theben, Hauptstadt von Bövtien.— Koranen,Stadt in Böotien, auf einem Hügel, südöstlich von Chäronea.