Band 
Zweiter Kursus.
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Die Gracchen 133—121 vor Chr.

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aus Pergamus Diadem und Purpurmantel erhalten. Unter solchen Um-NeucTribu»

stünden hielt Tibcrius um Verlängerung seiner Würde an, wurde aber bei

der Wahl in einem Aufstande mit 300 seiner Anhänger erschlagen (133 . ^ izz^

3. Bald jedoch merkte das Volk, welcher Freund ihm in Tibcrius ent-rissen worden war. Es warf seinen ganzen Haß auf den Urheber desBlutbades, den Oberpriestcr Scipio Nasika, so daß der Senat für ge-Scipio Ka-raten hielt, denselben als Gesandten nach Asien zu schicken, woselbst er bald Ma.

seine Tage beschloß. Schlimmer ging es Scipio Afrikanus dem Iün- Scipiogercn, dem Schwager des ermordeten Tribunen. Weil er vor Numantia Afrikanusden Tod des Gracchus mit dem homerischen Vers: derJüngcre.

„So mag's jedem ergeh'n, der solcherlei Thaten verübt hat!"gebilligt hatte, so zog er sich den Haß des Volkes zu und ward, als er nachder Zerstörung Nnmantias (133) nach Rom zurückgekehrt war, eines Mor-gens tot in seinem Bette gefunden (129).

Um der inneren Streitigkeiten Meister zu werden, sandte der Senatdie Häupter der Bolkspartei unter ehrenvollen Auftrügen aus der Stadt. Soging Gajus Gracchus als Quästor nach Sardinien und ward mehrere GajusJahre in dieser Stellung belassen. Aber Plötzlich erschien er in Rom und Gracchus inhielt um das Volkstribunat an. Vergeblich warnte ihn seine Mutter vor Sardinien,der gefährlichen Laufbahn; er gab an, sein ermordeter Bruder habe ihm imTraume zugerufen: „Umsonst sträubst du dich, Gajus, dir bleibt doch einTod wie der meinige beschicken!" Unter dem Jubel des Volkes ward ihmfür das Jahr 123 und zum zweitenmal für das folgende (122) das Volks- Bolkstribuntribunat übertragen. 123 n. 122.

Als Tribun erneuerte er das Ackcrgesetz seines Bruders, jedoch ohneden mildernden Zusatz. Um sich solch' eines Gegners zu entledigen, wähltedie Adelspartci einen Weg besonderer Art. Sie gewann den TribunenLivins Drusus und bestimmte ihn, des Gracchus volksfreundliche Vor-schlüge noch zu überbieten. Auf diese Art sank Gajus in der Bolksgunst;er wurde nicht zum drittenmal (121) zum Tribun erwählt, während seinGegner Opimius Konsul ward.

Als letzterer auf die Abschaffung mehrerer Gracchischcn Gesetze antrug,wollte Fulvius Flakkus, des Gajus Gefährte, sich dem mit Gewaltwidersetzen; Gajus selbst war unentschlossen. Noch war von ihnen, die mitihren Anhängern auf den Aventinischen Berg (S. 35 Anm. 1.) gezogen waren,nichts Gewaltthätiges geschehen; aber Opimius erhielt diktatorische Gewaltund erfocht einen leichten Sieg. Mit Gajus, der an dem Kampfe keinen Teilgenommen, und Fulvius fielen 3000 ihrer Genossen (121).

Die Optimalen hoben nun die meisten Einrichtungen der Gracchen wiederauf und wähnten, den Widerstand der Volkspartei gebrochen zu haben. Baldaber durchtobten neue innere Kämpfe die Straßen Roms.

19. Manns und Sulla 106—78 vor Chr.

Der erste Bürgerkrieg 88—81 vor Chr.

1. Marias vor Nmnantia 133. Volkstribnn. Krieg gegen Jugartha 112—106.

Juqurtha tötet Hicmpsal und Adherbal 112. Jngurtha in Norm Massiva ermordet.

Metellns Marius als Koma novu» Konsul 107, besiegt Jngurtha 107 und 106.

Numidicn römische Provinz 106. Jugurthas Tod 104. 2. Lnnbern und Teutonen113. Marius, zum 2—5. mal Konsul 104—101. Sieg über die Teutonen beiAqnä Sextiä 102, über die Cimbern bei Vcrcellä 101. MariuS, „der dritte Gründer