Roland.
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entgegenstellt. So wurde das Schlachtfeld von ihnen behauptet, aber schon naheteein drittes Heer, welches die Herrscher von Äthiopien ^ und Karthago ^ deinKönige Marsilie als Hilfstruppen zugeführt hatten. In ungleichem Kampferliegen die drei noch lebenden Christenhelden, zunächst Olivier, dann Turpinund zuletzt Roland. Kurz vor seinem Ende hat dieser die vor ihm gefallenenPaladine begraben und sein Horn Olifant an dem Kopfe eines Heiden zer- BegMnisschlagen. Darnach wollte er auch sein Schwert Durcndart, welches ihn in ^ Helden-allen Gefahren geschützt hatte, vernichten, daß es nicht in der Heiden Hände fiele.
Dreimal schlug er damit gegen den Felsen: der Marmor ward gespalten, aberdie Klinge blieb unversehrt. Nun nahm er Abschied von seiner Waffe, fiel inKreuzesgestalt zur Erde, betete für den Kaiser und alle Christenheldeu und Rolandshauchte sein Leben aus. Während sein Leib unter den Heiden lag, wurde Tvd.seine Seele durch Engel emporgctragen vor Gottes Thron.
Kaum waren die letzten Christen verschieden, da stieg der Kaiser Karl Ankunftmit seinen Helden von den Bergen herab in das Thal Ronceval. Die große Karls.Zahl der Leichname wies auf die Heftigkeit des dort stattgehabten Kampfes hin.
Bald zog man diesen, bald jenen Freund unter den Toten hervor, und niemandkonnte sich der Thränen erwehren. Karl ließ die Leichen der fränkischen Mannenbestatten, die der Paladine aber einbalsamieren, daß sie mit in die Heimat ge-nommen und dort in vaterländischer Erde gebettet würden.
Nachdem man den Gefallenen gerecht geworden, ging der christliche Heereszugdurch das verhängnisvolle Thal weiter zur Rache und Strafe. Die zurückweichenden VernichtungMohren wurden am Ebro eingeholt und in zweitägiger Schlacht völlig aufgerieben, öes Feindes.Der König Marsilie hatte sich nach Saragossa gerettet, starb hier aber vorSchrecken, als er die Vernichtung aller seiner Heere erfuhr. Nun war nirgendsmehr Widerstand, und ganz Spanien huldigte dem mächtigen christlichen Herrscher,der für solche Wendung Gott im demütigen Gebet seinen innigsten Dank sagte.
Wohlbehalten gelangte Karl mit seinem Heere wieder auf fränkischen - ,Boden. An den Ufern der Dordogne* bereitete man den Leibern der im ehr.heiligen Kampf gefallenen Helden ein würdiges Grab. Als man endlich wiedernach Aachen kam, fand Gericht über den Verräter Ganelon statt. Erwürbe Strafe deswegen Untreue des Todes schuldig gesprochen und von wilden Pferden zerrissen. Verräters.
31. Ludwig der Fromme 814—840.
U Ludwig der Fromme. Erste Teilung 817: Lothar, Pipin und Ludwig. ZweiteTeilung 829 (Karl der Kahle): Empörung der älteren Söhne. Reichstag zn Nim-wegen. 2. Dritte Teilung 83V: Lügenseld 833, Kirchenbußc zu Soisfvns. Pipin 838.
Vierte Teilung 839; Ludwig von Baiern. Ludwig der Fromme stirbt 840. 3. Streitig-keiten unter Ludwigs Söhnen. Schlacht bei Fontenoy 841. Vertrag zu Verdun 843.
1. Ludwig, Karl des Großen Sohn und Erbe, führte den Beinamendes Frommen. Er war ein gottesfürchtiger Mann, aber ein schwacher König.
Unterihm erhoben die auswärtigen Feinde (Araber und Normannen, S. 79. u. 85)keck ihr Haupt, am schlimmsten aber wirkten die Streitigkeiten in der könig-lichen Familie. Schon im Jahre 817 teilte Ludwig das Reich unter seine Ludwigsd rei Söhne: Lothar, Pipin und Ludwig-. Nach dem Tode seiner ersten Teilungen:
' Äthiopien, S. 23 Anm. 1. — Karthago war zu Ende des 7. Jahrhundertsvon den Arabern mit dem übrigen Nordafrika (S. 79) erobert worden. — Dor-dvgne, Fluß im südwestlichen Frankreich, der mit der Garonne in das atlantischeMeer mündet.
- Ludwig sollte Baiern, Pipin Aquitanien (Südwestfrankreich), Lothar alsder älteste das Übrige und den Kaisertitel bekommen.
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