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diene Geschichte.
Sachse».
Hannover.
Süd-
deutsche
Staaten.
Hambach
1832.
Attentat zuFrankfurt1833.
Verfas-sungsstreitin Hanno-ver.1637.
ernannte (September 1831) und selbst das Land verließ. — In Sachsennahm im September 1830 König Anton seinen Neffen Friedrich August ^zum Mitregenten an und verlieh dem Lande die Verfassung (Konstitution)vom 4. September 1831. — Das seit 1814 zum Königreich erhobeneHannover, damals mit England? verbunden und durch den Herzog vonCambridge verwaltet, erhielt 1833 ein neues Landcsgrundgesetz mit er-weiterten ständischen Rechten. — Auch in den kleineren Staaten wurdenBolkswiinsche laut und meist durch Bewilligung von Konstitutionen be-friedigt.
In den süddeutschen Staaten kam es zwar, da dieselben bereitsVerfassungen besaßen, zu keiner gewaltsamen Störung des inneren Friedens.Doch waltete auch hier Mißstimmung, die von der Unzufriedenheit mit demZustande Gesamtdeutschlands herrührte. Am 27. Mai 1832 wurde aufder Ruine Hambach^ eine große Volksversammlung abgehalten, worin mitfeurigen Reden zur Erwcckung des deutschen Volkes aufgefordert und zuletzt„den vereinigten Freistaaten Deutschlands" ein dreimaliges Hoch gebrachtwurde. Die deutschen Regierungen antworteten mit den FrankfurterBnndesbeschlüssen vom 28. Juni 1832, welche zumeist eine Wieder-holung des in Karlsbad und in Wien Festgesetzten (S. 211) waren.
Die dadurch hervorgebrachte Stimmung veranlaßte eine Anzahl jungerLeute zu einem tollkühnen Beginnen. Am 3. April 1833 griffen zu Frank-furt a. M. gegen 70 Bewaffnete die Hauptwache an, um nach deren Über-rumpelung Deutschland in Aufstand zu versetzen. Die Verschworenen wurdenaber durch das Militär teils auseinander gesprengt, teils gefangen genommen.Nunmehr erhielt die Reaktion das Übergewicht. Wie 1819 in Mainz, soerrichtete man jetzt in Frankfurt eine Untersuchungskommission. Gegen 1800Personen wurden eingezogen und viele zu langer Einkerkerung verurteilt. DieFührer der liberalen Partei, die Presse, sowie die Universitäten kamen unterschärfere Überwachung, und endlich ward vom deutschen Bundestag bestimmt:„Alle Verordnungen der Regierung haben für die Unterthanen verbindlicheKraft und hängen weder von der Einsprache der Gerichte, noch von der An-erkennung der Stände ab."
Da die Bundesbcschlüsse mit Strenge durchgeführt wurden, so versankdas politische Leben Deutschlands in völlige Ermattung. Recht deutlich tratdiese bei dem Berfassungsstreit in Hannover^ hervor. Als hier derneue König Ernst August (1837) die Verfassung von 1833 umstürzte und
' Auf Kurfürst Friedrich August den III. (S. 198 Anm. 1.), als König(seit 1806) Friedrich August I., folgte in Sachsen sein Bruder Anton <1827—1836). Dessen Neffe Friedrich August II. war 1836—1854 König; es folgte ihmsein Bruder Johann <1854—1873).
* Aus Georg den IV. (S. 214 Anm. 1.) folgte als König von Großbritannienund Hannover dessen Bruder Wilhelm IV. (1830—1837).
° Hambach, Dorf nebst Schloßruine in der baicrischen Pfalz, südwestlich vonRenstadt a. d. Hardt. Im Jahre 1842 machte die Provinz Pfalz das restaurierteund zur Max bürg umgetaufte Schloß dem Kronprinzen Maximilian zum Hoch-zeitsgeschenk.
* Nach dem Tode Wilhelm des IV. (Anm. 2. o.) wurde dessen Nichte ViktoriaKönigin von Großbritannien, sein jüngerer Bruder aber, Ernst August, selbständigerKönig von Hannovcr. Dieser regierte bis 1851, wo ihm sein Sohn Georg V.folgte, der sein Land 1866 an Preußen verlor und 1878 in Paris starb.