Band 
Dritter Kursus.
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Nationalspiele.

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welche bei Nemea in Argalis zu Ehren des Zeus (im 2. und 4. OlyM-piadenjahre) gefeiert wurden.

III. Der Amphiktyonenbund.

Die Amphiktyonim. Wichtigster Amphiktyonenbund: fein Zweck. Der Bundeseib. DieStrafen. Größere und geringere Macht des Bundes.

Die Völkerschaften, welche sich zur Feier von Festen vereinigt hatten,standen gewöhnlich auch in einer näheren politischen Verbindung. SolcheBündnisse nannte man Amphiktyonien, d. h. Bündnisse der Umwohnen-den. Sie waren ursprünglich um ein gemeinschaftliches Heiligthum ge-schlossen worden, hatten aber später Gewährleistung gegenseitigen Schutzesund Beförderung des Verkehres zur Folge. Der berühmteste Amphiktyonen-bund war der, welcher die Schätze des delphischen Orakels überwachte. ZwotsStädte nahmen an demselben Theil und schickten je zwei Abgeordnete zuden Versammlungen. Im Frühling wurde bei den Thermopylen, rm Herbste ^zu Delphi getagt. Die Versammlungen waren öffentlich; der Bundes-ew, auf eine eherne Tafel gegraben, lautete: „Keine der amphrktyonffchenStädte je von Grund aus zu vertilgen; keiner weder im Frieden, noch imKriege das Wasser abzuschneiden; wenn aber einer der Verbündeten diesvermvch thäte, gemeinsam gegen ihn zu kämpfen und seine Orte zu zer-stören." Dazu kam: „Wenn einer Begehren trägt nach dem, was imHeiligthum des delphischen Gottes ist, öder das Heiligthum plündert, sowerden die Amphiktyonen dies mit Hand und Fuß, mit der Stimme undasten Kräften bestrafen."

So geschah es, daß nicht nur Zwistigkeiten zwischen den einzelnenBundesstädten, sondern auch Verletzungen des Völkerrechts und namentlichVerschuldigungen gegen den Tempel zu Delphi vor die Amphiktyonen ka-men. Dem strafbaren Volke wurde eine Geldbuße auferlegt und dieselbeverdoppelt, wenn sie nach vollendeter Frist nicht bezahlt war.

Der Amphiktyonenbund hätte anfangs Einfluß in ganz Hellas; alsaber größere Staaten entstanden, konnte er seinem Spruch gegen diese nMGeltung verschaffen und mußte sich daher mit einer geringeren Macht-stellung begnügen.

14. Sparta und Athen.

Don -er dorischen Wanderung bis ;um Anfang der Derser kriege

1104-300.

1. JnnereEntwicklung dergriechischenStaaten. llebergang der patriarchalischen Königs-herrschaft — durch Aristokratie, Oligarchie und Tyranuis — zur Volksherrschaft (12.

—6. Jahrh.) 2 . Die beiden wichtigsten Stämme der Griechen: Do rier und Jonrer;ihre Eigenthümlichkeiten. 3. Das dorische Element vertreten durch Sparta, dasionische durch Athen Lykurg's Gesetze (888) entzünden Sparta's kriegerischen Geist;die messenischen Kriege (743—724 und 660—643): Sparta erlangt die Hegemonie.

Solon's Gesetzgebung (594) erweckt das Streben nach volksthümlicher Herrschaft;

Vertreibung der Pisistratiden (S10); Sieg der Demokratie durch Klistheues.

1. Nach der dorischen Wanderung blieben die griechischen Stämme inden eingenommenen Wohnsitzen und fingen an, ihre inneren Angelegen-heiten zu ordnen. Fast jede Stadt bildete mit dem nächsten Gebiete eineneigenen Staat; nur Athen und Sparta umfaßten schon frühzeitig größereLandschaften. Die Verfassung war in den einzelnen Staaten verschieden