Die ersten Konsuln.
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"ur ein Jahr lang behielten. Anfangs durften sie nur aus den Patrizierngewählt werden. Mit Ausnahme des Diadems und Purpurmantels hattensie fast alle königliche Abzeichen; doch wechselten die Fasces zwischen beidendon Monat zu Monat, damit nicht, wenn beide die Fasces hätten, dieFurcht verdoppelt schiene. Ihnen war, so zu sagen, die königliche Gewaltauf ein Jahr anvertraut. Allmälig wurde aber ihre Macht geschmälert, undHivar zunächst durch die Provokation oder das Recht, von den Urtheil-sprüchen der Konsuln an das Volk zu appelliren; später durch die Inter-vision der Volkstribunen, sowie durch die Trennung der Censur und Präturdon der Konsulwürde. Nur in besonders gefahrvollen Lagen des Staatesüwrde den Konsuln unumschränkte Gewalt ertheilt. Der Senatsbeschlußmutete alsdann: yViclsuut vonsulss, N6 gnicl ästrimsuti oapiut rss-pudliou". (Die Konsuln mögen aufsehen, daß dem Staate kein Schadenherfahre). Die abgegangenen Konsuln hatten, zumal als Senatoren, nochruinier einen ausgezeichneten Rang und führten den Titel Konsularen.
Zu den ersten Konsuln wurden Brutus und Kollatinus erwählt, Brutus undme beiden Retter der Volksfreiheit. Sie ergänzten den unter Tarquinius Kollatinus.wst verödeten Senat wieder auf die gesetzmäßige Zahl von dreihundertdurch die Aufnahme neuer Mitglieder aus den plebejischen Rittern. Die^u aufgenommenen Senatoren wurden von den patrizischen, welche nachAie vor kutrss hießen, durch das Beiwort oonsoripti unterschieden; undPatres (st) oouseripti war seitdem der Titel der Senatoren in der Anrededei feierlichen Versammlungen.
Obwohl die Könige hauptsächlich durch den Einfluß der Patrizier ge-kürzt waren, so gab es doch Viele unter ihnen, denen die republikanische^taatsform nicht gefiel. Insbesondere klagten vornehme Jünglinge überdie Strenge des herrschenden Regiments. Allmälig entstand in ihnen dersKan, die Konsuln zu stürzen und den Tarquinius zurückzurufen. Schonsollten Briefe an Tarquinius abgehen, da aber ward die Sache entdeckt unddw Verhaftung der Schuldigen bewirkt. Unter diesen befanden sich die Söhnedes Brutus und zwei Neffen des Kollatinus. Die beiden Konsuln versam-lllelten das Volk auf dem Forum und ließen die Angeklagten vorführen. Zu-otst kamen die Söhne des Brutus. Der Vater sprach das Todesurtheil überne und ließ es alsbald vollziehen. Darauf kamen die beiden Neffen desKollatinus. Dieser wünschte seine Verwandten zu retten und trug auf Ver-bannung an. Brutus aber sprach für den Tod. Da wurden auch diesebeiden Jünglinge hingerichtet und nach ihnen alle übrigen Verschworenen.
Kollatinus aber erschien darnach zum Konsul zu schwach, mußte sein Amt^Uederlegen und sich aus Rom entfernen. An seine Stelle trat Publius^alerius, der sich den Beinamen „Publikola" (Volksfreund) erwarb, P-Valerius.indem er dem Volke das Recht der Provokation (der Berufung an dieaovllitlg, osnturlnta) verschaffte.
. 2. Tarquinius suchte jetzt mit Waffengewalt die verlorene Herrschaft
Wiederzugewinnen. Er rückte mit einem Heere, das die etruskischen Städte^ji und Tarquinii gestellt hatten, in's römische Gebiet ein. Am WaldeK^siai kam es zu einer hartnäckigen und blutigen Schlacht. Als Brutus UrfiaUnd Aruns, d es Tarquinius Sohn, beide an der Spitze ihrer Reiterei, ein-
i Wald Arsia, unweit von Rom, an der Grenze der Landschaften Latimnund Etrurien.