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Alte Geschichte.
Porsena.
Diktatur
498.
Regillus
496.
Amtszeit
des
Diktators.
ander ansichtig wurden, sprengten sie voll Kampfeslust auf einander losund tödtcten sich gegenseitig. Endlich trat das feindliche Heer den Rückzugan. Der Sieger Valerius ließ die Leiche des Brutus auf das herrlichstebestatten und hielt ihm nachher die bei ausgezeichneten Männern üblicheLobrede (kuuckutio). Die Frauen von Rom aber betrauerten den Rächerder Ehre ihres Geschlechts ein ganzes Jahr lang.
Tarquinius wiegelte nun (508) Porsena, den König der Etrusker,und darnach die Latiner gegen Rom auf. Als Letztere den Kampf begannen,herrschte in Rom unter den Bürgern selbst der größte Aufruhr. Die inArmut und Noth versunkenen Plebejer, welche den Bedrückungen der Patri-zier, deren Schuldner sie geworden, bloßgestellt waren, klagten laut undweigerten sich, Kriegsdienste zu thun. Es schien ihnen thöricht, einenTyrannen abzuwehren, um 100 zu behalten. In dieser Gefahr schritt derSenat zu einer außerordentlichen Maßregel. Er ernannte im Jahre 498einen Diktator ober obersten Befehlshaber mit unumschränkter Gewaltund ohne Provokation. Titus Lartius war der erste, welcher diese neueWürde bekleidete. Sein Auftreten erregte Schrecken bei der römischen Ge-meinde; Keiner weigerte sich, Dienste zu nehmen; Jeder folgte willig denBefehlen. Schrecken kam selbst über die Feinde, die nun den Frieden be-gehrten. Man bewilligte ihnen Waffenstillstand auf ein Jahr, und da sodie Ruhe wieder hergestellt war, legte Lartius seine Würde nieder, und dieKonsuln traten wieder in ihr Amt. Als die Zeit des Waffenstillstandesverflossen war, begannen die Latiner den Krieg. Und abermals sahen sichdie Römer genöthigt, einen Diktator zu wählen, den Aulus Postumius.Unter seiner Führung kam es im Jahre 496 zur Schlacht am See Regil-lusst Die Latiner wurden geschlagen, und Tarquinius sah sich genöthigt,nach Kumä zu fliehen, wo er im folgenden Jahre starb (495).
Uebrigens durfte die Diktatur gesetzlich nicht länger als sechs Mo-nate dauern, damit nicht diese unumschränkte Gewalt in eine vollständigeAlleinherrschaft ausarte; gewöhnlich jedoch legte der Diktator noch vor Ab-lauf dieser Zeit sein Amt nieder und zwar immer, wenn das erfüllt war,wozu man ihn erwählt hatte. Ein Diktator wurde in der Regel aus derReihe der Konsularen genommen.
27. Streit zwischen den Patriziern und Plebejern 500 bis
300 v. Chr.
1. Das Volkstribunat 493. — Neble Stellung der Plebejer. Auszug nachdeni heiligen Berg 494. Einführung von Volkstribunen 493. Geregelter Kampfzwischen Plebejern und Patriziern. Zwei Plebejische Aedilen. Verbannung desKoriolan 491. 2. Das Decemvirat 451—449. — Spurius Kassius 486. Ge-nucius 473. Wahl der Tribunen und Aedilen in den Tribuscomitien 472. (Unter-gang der Fabier 477). Antrag des Terentilins Arsa auf schriftliche Gesetze 462.Gestaltung von 10 Tribunen 457. Das Decemvirat 4S1—449. Appius Klau-dius. Gesetz der zwölf Tafeln. Bedeutung der Plebescite 448. 3. Das Mili-tärtribunal und die Censur 444. — Erlaubniß der Heiraten zwischen Patri-ziern und Plebejern 445. Antrag auf Zulassung der Plebejer zum Konsulate.Schrecken der Patrizier. Einführung von Militärtribunen und Censoren 444.Konsuln oder Militärtribunen 444—367. Eroberung von Veji 396. VerbrennungRom's durch die Gallier 390. Wiederaufbau der Stadt durch Kamillus. 4. End-licher Sieg der Plebejer 300. — Anträge der Tribunen Licinius und Sextius
i Regillus, ein kleiner See östlich von Rom.