Band 
Dritter Kursus.
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Europa nach der Völkerwanderung.

^ch- Die Ostgothen zerstören 493 das Reich Odoaker's, werden aber SS4vondenDströmern (Narses) bezwungen. Die Langobarden erobern 568 Italien, fallen jedoch"4 an das fränkische Reich. Einwanderung slavischer und tatarischer Stämmein das östliche Europa. Fortdauer des oströmischen Reichs.

Durch die Völkerwanderung wurden die Germanen Herren von fastganz West-Europa, indem die Kelten sich nur in Schottland, Irland,

Wales und der Bretagne unvermischt erhielten. Die errichteten germani-schen Reiche hatten jedoch nur einen kurzen Bestand, da sie alle (mit Aus-nahme des fränkischen und angelsächsischen) schon in den ersten Jahrhun-derten entweder vernichtet oder dem großen Frankenreiche einverleibt wurden.

1. Das in Nord-Afrika 429 gestiftete Vandalenreich wurde 534Dauer derdurch Belisar, den Feldherrn des griechischen Kaisers Justinian, zerstört, verschrede-

2. Die im nordwestlichen Spanien seit 409 wohnenden Sueven unter- "deichelagen 585 den Westgothen. Deren Reich war 415 gegründet worden, ^ 'umfaßte seit 500 das südwestliche Gallien und das ganze übrige Spanien,gerieth aber 711 in die Gewalt der Araber.

3. Im nördlichen Frankreich und am Niederrhein bestand seit ungefähr410 das Reich der Franken, im südöstlichen Frankreich und der heutigenSchweiz das der Burgunder; die Herrschaft, welche ein Zweig des bur-guudischen Stammes (die Nibelungen) am Mittelrhein, um Worms undMainz, errichtet hatte, erlitt 451 durch die Hunnen den vernichtenden Stoß.

4. Diein Britannien 449 gestiftete angelsächsische Heptarchie wurde^27 zu einem Königreiche vereinigt.

5. Die Alemannen wurden 496, die Thüringer 530, die Bur-gunder 534 die Bojer oder Baiern 788 und die Sachsen 803von den Franken unterworfen.

6. Die Ostgothen zogen 489 von Ungarn aus nach Italien, zer-störten dort 493 das Reich Odoaker's und wurden 554 von den Ost-rönieru (Narses) bezwungen.

7- Die Langobarden waren von Norddeutschland nach Mährengewandert, hatten sich dann Ungarn's bemächtigt und (565) die Gepiden(w Siebenbürgen) unterworfen und zogen endlich 568 nach Italien. SieRoberten fast die ganze Halbinsel, unterlagen aber 774 den Franken-

8. In das östliche Europa bis zur Elbe, Saale, dem BöhmerwaldUnd den Alpen drangen im Norden slavische Völker (Obotriten, Wil-An, Sorben-Wenden und Tschechen), im Süden tatarische (Avaren undBulgaren) ein.

. 9. Das oströmische Reich, welches bis 1453 fortbestand, umfaßteaußer der Hämus-Halbinsel ganz Klein-Asien, Syrien, Palästina, Aegyptenund die östlichen Inseln des Mittelmeeres, unter Justiman auch Nord->rsta und Italien. ,

47. Die Germanen aus römischem Boden.

1- Einfluß der neuen Wohnsitze aus die germanischen Völker. Entstehung der ro-?unlschen Sprachen Veränderung des Gerichtswesens. Die Strafen. Auf-uuoung des Urtheils Die Zeugenaussagen und Ordale. 2. Einführung des Lehns-"°>°ns in den eroberten Ländern. Unterschied zwischen Allod und Lehngut. Größere"Uv kleinere Vasallen Die Treue zwischen Dimstmannen und dem Lehnsherrn. DasUehnswesen anfangs die Stütze, später die Schranke der königlichen Macht.

^ 1- Die meisten deutschen Völker waren in den Zeiten der Völkerwan-

^lung in neue, von ihren alten gänzlich verschiedene Wohnsitze gekommen