Band 
Dritter Kursus.
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Gustav Wasa 1523-1560.

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Von demselben krönen. Darnach arbeitete Bugenhagen eine neue Kirchen-ordnung aus, welche von den Reichsständen gebilligt und für Dänemarkund Norwegen bekannt gemacht wurde- Auch auf Island fand 1551die Reformation Eingang.

71. Jgnatius Loyola und die Jesuiten 1540.

1. Verbreitung der Reformation. Gegenstrebungen der katholischen Kirche. DerJesuitenorden. 2. Stifter des Ordens: Jgnatius Loyola, geb. 1491; Ver-wundung vor Pampelona; Lesen von Heiligengeschichten; Wallfahrt nach Jeru-salem; Rückkehr. Studien in Alkala und Salamanka; Aufenthalt in Paris,

(seit 1528); Gewinnung von Anhängern 1534. Reise nach Venedig und Rom.

Errichtung des Jesuitenordens mit Zustimmung Paul des III. 1540. UnbedingterGehorsam gegen den Papst. 3. Gliederung des Ordens. Uebcrwachnng und Be-nutzung der Mitglieder. Wissenschaftliche Tüchtigkeit vieler Jesuiten. Ihre Sorge fürden Jugendunterricht. Nachtheile ihrer Erziehung. Ihre Missionen; ihre Thätigkeitgegen den Protestantismus. Ihr Einfluß auf das Tridentiner Konzil 1545—1563.

Ihr Grundsatz: „Der Zweck heiligt die Mittel." Aufhebung des Ordens durch Kle-

mens den XIV. 1773. Wiederherstellung 1814 durch Pius den VII.

1. Das in der Reformation hell aufleuchtende Licht der Wahrheit wardnicht unter den Scheffel gestellt. Die Schüler der Reformatoren, aus allenLändern in Wittenberg zusammenströmend und in alle Länder von hier Fortschrittewieder ausgehend, wirkten unermüdlich für Verbreitung der neuen Lehre, der Refor-Um die Mitte des 16. Jahrhunderts hatte der Protestantismus nicht nur rnatiou.in Deutschland, Preußen (S. 134) und der Schweiz (S. 172) Einganggefunden, sondern er war auch in den skandinavischen Reichen (S. 178)zur Herrschaft gelangt, in England nur für kurze Zeit durch Verfolgungenzurückgedrängt, um bald wieder sich siegreich zu erheben; in die Niederlande,

Polen und Ungarn war er eingedrungen und hatte in Frankreich Wurzelgefaßt. Selbst Italien, Spanien und Portugal konnten dem Einfluß derReformation sich nicht entziehen. In Italien wurden die Schriften Luther's,Melanchthon's, Zwingli's — wenn auch unter fremden Namen — ver-breitet. Man las sie mit Begierde und gewann die neue Lehre lieb. Baldgab es Protestanten in allen oberitalischen Städten und selbst in Neapelund Sicilien. In Venedig waren sie in solcher Anzahl, daß sie schon überöffentliche Versammlungen beriethen und bei diesem Vorhaben von Mitglie-dern des Senats begünstig^ wurden. Auch nach Spanien waren mit denSchriften der deutschen Reformatoren ihre Lehren gekommen und hatten anvielen Orten Beifall und Bekenner gefunden. Und es ist gewiß ein schla-gender Beweis für die Stärke des Eindrucks dieser Lehren, daß sie sich ineinem Land ausbreiten konnten, wo ein furchtbares Tribunal jede Ab-weichung von der alten Kirche mit Folterqualen und Flammen rächte. Ja,ein eifrig katholischer Schriftsteller in Spanien legt selbst das überzeugendsteGeständnis; dafür ab, wenn er sagt, „hätte nicht die Inquisition bei ZeitenSorge getragen, diesen Predigern Einhalt zu thun, die protestantische Religionwäre gleich einem Lauffeuer durch ganz Spanien geflogen, da Leute von allenStän-dcn und Geschlechtern zur Annahme derselben wundersam hingeneigt waren."

So sah sich die römisch-katholische Kirche in allen Landen gefährlich Gegenbe-bedroht und erschüttert. Zu ihrer Erhaltung, zur Bekämpfung und Be- strebungensiegung eines so mächtigen Feindes setzte sie alle ihre Kräfte und Waffen in derBewegung. Kein Mittel wirkte aber für diese Zwecke so förderlich, als eine^"^"""'

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