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Vierter Band.
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Überschau und Vorblick.

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kvaren, die Fürstenhäuser sich vvr dem Emporkömmling hatten beugenmüssen, erhob sich gegen diese Universalmacht für die Freiheit derNationen die elementare Kraft der Völker. Wie elementar undeigenständig diese nationale Kraft war, beweist am besten die verschiedeneFärbung der dabei hervortretenden nationalen Ideale, für die gekämpftwurde. Diese entsprach in Spanien, Rußland und Deutschland durchausder durch die geschichtliche Entwicklung bedingten Verschiedenheit desNationalcharakters. Vorbedingung für den vollen Sieg dieser Erhebungaber war, daß das oben dargelegte Plus an geistiger Kraft Frankreichsbeseitigt wurde. Dies geschah hauptsächlich durch die ReorganisationPreußens, die in den Stein-Hardenberg-Scharnhorstschen Reformen diedauernd wertvollen Gedanken der Revolution übernahm. Seitdem wurdediese gewissermaßen mit ihren eigenen Waffen bekämpft, undnun erlag das Weltreich einer Volkserhebung, einer „moralischen Energie",die geistig und sittlich weit höher stand als die französische der Revolu-tionszeit.

Aber man darf im Zeitalter Napoleons den Blick nicht ausschließlichauf die kontinentalen Kriege richten. Nicht nur Frankreich erfuhr einegewaltige Machterweiterung, sondern auch England und Rußland, undLei diesen beiden Staaten blieb sie bestehen. Es ist schon gesagt worden,daß die Verfassung Englands in gewissem Sinne den Ausklärungs-ideen entsprach; außerdem aber war es durch seine insulare Lage unddurch die Schwäche der französischen Seemacht gegen Napoleons Angriffegeschützt. So blieb es von revolutionären Stürmen verschont und warwährend der Niederlage des Kontinents der unbesiegte Gegner desWeltherrn; es erwarb sich das große Verdienst, Zufluchtsstätte derVölkerfreiheit zu sein; ja, man kann sagen, daß in gewissem Sinne derKampf gegen England der Mittelpunkt der napoleonischen Politik war. DerVorteil, den das unbesiegte England aus dieser seiner Stellung zog, warsehr groß. Es gewann überall die unbedingte Seeherrschaft.Für Nordeuropa wird sie bezeichnet durch die Besetzung Helgolands und dieBehandlung Kopenhagens, für Südeuropa durch die Erwerbung Maltas,die Kämpfe um Ägypten und die Beschützung Portugals; für die übrigeWelt durch die Erwerbungen in Australien und Westindien, vor allemaber durch die Verdrängung der Holländer aus Ostindien und Südafrika.Wie einst Portugal wegen seiner Personalunion mit Spanien Ostindien andie gegen Spanien kämpfenden Holländer verloren hatte, so verlor jetztHolland wegen seiner Verbindung mit Frankreich dasselbe Ostindien andie gegen Frankreich kämpfenden Engländer. Zugleich machte der Nieder-gang Spaniens, der ältesten europäischen Kolonialmacht, reißende Fort-schritte: es begann der Abfall seiner süd- und zentralamerikanischenKolonien. Auch das war schließlich der englischen Seeherrschaft vorteilhaft.

Als dritter Staat endlich stieg Rußland mächtig empor, weil es dernapoleonischen Machtsphäre entrückt blieb. Da seine Bevölkerung kulturellum Jahrhunderte hinter Westeuropa zurückstand, konnten hier die Auf-klärungsideen gar nicht in Frage kommen. Dazu kam die geographischeLage: wie England aus seiner insularen Lage Nutzen zog, so Rußlandaus der weiten Entfernung und Ausdehnung. Deshalb blieb es zuerst,als es gegen Frankreich kämpfte, trotz der schweren Demütigung seinerVerbündeten doch selbst von Verlusten verschont, konnte sodann mit

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Aufsteigen

Englands

Aufsteigen

Rußlands