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Vierter Band.
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ErsteZ Kapitel: Die Revolution bis zur Erklärung der Republik.

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Räte

Aug. 1788

Necksr1788—178S

Nov. 178

Edelleute beteiligt waren, mittleren Gerichtshöfen zur Erkenntnisanheimgestellt wurden. ^^ .

8 5. Einberufung der Reichsstände. Aber die Proteste derund die Unzufriedenheit des Volkes, das feine Gesinnung durch Aufstandeund wilde Ausschreitungen in der Provence, Languedoc, Danphuw undbesonders in der Bretagne und durch Verbrennung des Ministers imBilde kundgab, nötigten den König, in Briennes Entlassung einzuwilligen.

Da die Geldnot so groß geworden war, dast alle Barzahlungen eingestelltwerden mußten, berief der König von neuem Nester zum Finanzmimster.

Kaum hatte dieser durch Freilassung der gefangenen Parlamentsräte unddurch Zurücknahme der Edikte gegen die Parlamente die Auf-regung beruhigt und der Regierung' wieder Zutrauen verschafft, als erdie für die Wahlen zu den Reichs st Luden (ät als Aknärnux) nötigen An-ordnungen traf. Nun zeigte sich bald, daß die Parlamente nur insofern demGeiste des Fortschritts huldigten, als dieser ihre Standesintereffen nichtgefährdete. Denn sowohl sie als die von Nester abermals befragten Notabelnwaren der Meinung, die neue Versammlung solle sich in der Zahl der Ab-geordneten und in dem Geschäftsgänge nach den Ständen des Jahres 1614richten, während Nester dem Bürger st and (twrs Slot) die doppelteAnzahl Abgeordnete zugestehen wollte. Da man mit den Körperschaften nichtweiter kam, bestimmte eine königliche Verordnung die Zahl der adeligen undgeistlichen Mitglieder auf je dreihundert, die der bürgerlichen aus sechshundertund setzte den 1. Mai des folgenden Jahres (1789) als Zeitpunkt derEröffnung fest.

Der Wahlkampf entbrannte nun in ganz Frankreich aus das heftigste. WahumnpfVon ganz besonderer Bedeutung war dabei die von den alten General-ständen beibehaltene Einrichtung, daß die Wählerschaften ihren AbgeordnetenInstruktionen und Wünsche schriftlich mitgaben. In diesen „anbiers äostolaanea" war nächst den Klagen über die obwaltenden Mißstände die ganzeFülle von Resormvorschlägen niedergelegt, die weit über das, was dieRegierung wollte, hinausgingen. Hier wurde von derAbschasfungdesabsoluten Königtums, Aushebung der Feudalverhältnisse,Verbesserung der Rechtspflege durch Vereinfachung der Prozedurenund Verringerung der Partikular- und Gewohnheitsrechte, Minderung derMacht und des Reichtums der Hierarchie gesprochen. Außerdem wurdedas Land von einer Anzahl von Flugschriften überschwemmt, unter denenkeine einen größeren Eindruck machte als die des Abbö Siehtzs: „Wasist der dritte Stand?"

Er berechnete die Zahl der Geistlichen auf 80 000, die des Adels auf120000, des dritten Standes auf 25 Millionen Köpfe und beantwortete dieFragen: „Was bedeutet dieser dritte Stand? was hat er seither bedeutet? waswill er in Zukunft bedeuten?" mit den kurzen aber schlagenden Antworten:

„Alles, nichts, etwas" : zugleich stellte er den Hauptsatz der beginnenden Revolutionauf, „daß der dritte Stand die Nation selbst sei, die Nation in ihrer wahrenSouveränität und Machtvollkommenheit".

Am heftigsten wogte der Wahlkamps in den südlichen ProvinzenFrankreichs, besonders in der Provence. Hier trat ein Mann hervor, derWohl der hervorragendste unter allen Wahlbewerbern gewesen ist und fastallein von Ansang an einen völlig klaren Blick für die Fragen des Tagesund die kommenden Ereignisse gehabt hat, Honorö Gabriel VictorRiquetti Gras von Mirabeau.