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Vierter Band.
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Z 20.

Zweites Kapitel: Frankreich als Republik.

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Kämpfe in« der Vendee

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Am schrecklichsten war das Schicksal der Vendee. Hier lebtezufriedenes Volk in ländlicher Stille und in der Einfalt alter Zeit. DieDauern und Pächter hatten Anhänglichkeit an ihre Gutsherren, die sieUrcht drückten, sie liebten den König, von dem sie nichts zu leiden hatten,uui> hingen mit Verehrung an der Geistlichkeit und den kirchlichen Ge-bräuchen, die ihnen von Jugend auf teuer und heilig gewesen waren. AlsUhu ihre unbeeidigten Priester vertrieben und ermordet wurden, als der^bnig aus der Guillotine blutete, als die Bauernsöhne durch das all-ßkMeine Aufgebot zur Verteidigung des Vaterlandes in die Armee einberufen«bürden, da vereinigten sich alle Geister des Zorns und der Rache in denEmittern der Vendeer Bauern und trieben sie zum Widerstand und zumBürgerkrieg. Unter geschickten, kühnen, durch den Krieg gebildeten Führernbus geringem Stande, wie Charette, Stosflet und Cathelineau,

Men sich einige Edelleute, wie La Roche-Jaquelin, d'Elbee u. a.,"^gesellten, schlugen sie anfangs die von Santerre und andern Jakobinernefehligten republikanischen Heere zurück, eroberten Saumur und be-bohteu Nantes. Da schickte der Konvent die aus dem Auswurf desEs bestehende Revolutionsarmee unter Westermann und den Jakobi-ern Ronsin und Rossignol nach der Vendee ab. Diese fielen wie reißendeAsblfe über die unglücklichen Bewohner her, steckten Dörfer, Städte undReierhöse in Brand und suchten durch Schrecken und Greuel den Wider-l and der „Rohalisten" zu brechen. Aber der Mut des Vendeer Land-ungebeugt. Weder die Schrecknisse des vielgestaltigen Todes,

^ Verwüstungen waren imstande, ihre Gesinnung zu ändern. Alsa ^ nach der Übergabe von Mainz (8 17) in die Heimat zurück-kehrten tapfern Truppen unter fähigen, kriegskundigen Anführern, wie§ ^üer, gegen die Rebellen der Vendee geschickt wurden, erlag nach derAchtbaren Niederlage bei Cholet das unglückliche Volk allmählich den 17 . on. E^reichen seiner Gegner. Aber beruhigt wurde die Vendee erst, als nachobkspierre's Sturz der eben so tapfere als menschenfreundliche Hochedie Spitze des Heeres trat und denen, die des Kampfes müde waren,ü^?üen bot, die Widerstrebenden aber durch die Schärfe seines Schwerts März nssu . E Überlegenheit seiner Kriegskunst zur Unterwerfung brachte. Stosflet7 Eharette wurden zu Kriegsgefangenen gemacht und erschossen. Mittler-das Regiment des Schreckens zu Ende gegangen (8 21 ) und einei dere Gesinnung herrschend geworden,bis ^ ^0- b. Die Bluttaten in Paris. Ein volles Jahr (vom Juli 1793o, 1794) beugte sich Frankreich unter die Tyrannei des Wohlsahrts-scki s? ^ der Spitze des neun bis elf Mitglieder zählenden Aus-

standen drei Männer, deren Namen lange der Schrecken des„ ümren, der ehrgeizige Robespierre, der blutdürstige CouthonN--b - Schwärmer für republikanische Freiheit und Gleichheit St. Just.die/" bewahrte bloß Carnot eine selbständige Haltung; damit

m?!/ dem blutigen Gebaren seiner Amtsgenossen, das er nimmer-^yr gebilligt haben würde, nicht im Wege stehe, übertrugen ihm die^ Leitung des Kriegswesens, um ihn vom Innern abzulenken.

Ant, ?. gen Mitglieder des Ausschusses waren größtenteils Geschöpfe>> bshrerres (Barere, Billaud-Varennes, Collot d'Herbois, Prieur, Lindet,

Mau - ^ St. Andre). Die äußerst demokratische Verfassung, die

m der Eile entworfen und nach der Annahme durch das Volk am