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Vierter Band.
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524 Sechstes Buch: D. Gründg. d. neuen Deutschen Reiches u, d. Vollendg. d. ital. Einh eit. 8 ^

vonPalikao, mit der Bildung eines neuen Kabinetts beauftragte, welchfeine Hauptaufgabe in der nationalen Verteidigung gegen die feindlichevasion" erblicken sollte. Die erste Maßregel des neuen Ministeriums ^daher die Vermehrung der Streitkräfte durch Einberufung ausgedienter obefreiter Soldaten, durch neue Aushebungen, durch Bildung von RW ^garden; zugleich -wurde der Oberbefehl über die gesamte KriegsmachtMarschall Leboeuf entzogen und dem Marschall Bazaine übertragen,Schritt, der als eine verhüllte Absetzung des Kaisers vom Oberkomwa ^angesehen wurde. Der neue Generalissimus zog seine Truppen ber 1 -zusammen, während Mac Mahon mit den Überresten der Vogel ,

armee weiter südwärts sich gen Chälons wandte, wo die dritte(8 362) in Bildung begriffen war. Bei Bazaine befand sich auch der a

General Changarnier (8 197), welcher bei Ausbruch des Krieges dem K"seine Dienste angeboten hatte, sowie Canrobert, Bourbaki, Ladrrma 'Decaen u. a. Mit Mac Mahon, dessen Heerkörper bereits als die Ar ^von Paris bezeichnet wurde, vereinigten sich in und um Chälons ^Truppen von de Failly, Felix Douay, Ducrot, Lebrun u. a. AuchMarinesoldaten wurden nun nicht eingeschifft, sondern gleichfallsLandesverteidigung verwendet. . .

derDsutschen Inzwischen rückten die deutschen Heere in Lothringen ein. ü,Proklamation, welche König Wilhelm beim Betreten des feindlichenbietes an das französische Volk richtete, sagte, daß er Krieg führe Mfffranzösischen Soldaten, nicht mit Frankreichs Bürgern. Diese wusdeshalb fortfahren, vollständige Sicherheit für ihre Person und ihre Gso lange zu genießen, als sie nicht selbst durch feindliche Unternehmunggegen deutsche Truppen den König des Rechts beraubten, ihnenSchutz angedeihen zu lassen. Während der Kronprinz auf NancY grückte die. erste Armee unter Steinmetz von Saarbrücken ausMetz los und zwischen beiden die zweite Armee unter PrinzKarl gegen Pont-ä-Mousson. Um den feindlichen Streitkräften eine grost^Macht entgegenwerfen zu können, faßte man im französischen Krieg-den Plan, von Metz nach Verdun abzuziehen und sich mit den neuall Arüsteten Truppen Mac Mahons in Chälons zu vereinigen, also die Mwlinie mit der Maaslinie zu vertauschen. Nur so viel Mannschaft 1 -

zurückbleiben, als nötig schien, die dem Oberbefehl des General Cossiusunterstellte, mit allen Bedürfnissen wohlversehene Festung zu verteidigIn der Champagne, wo einst die erste Invasion der Deutschen g^u -junge Republik zurückgewiesen worden war (8 15), sollte die Entscheidungschlacht geliefert werden. Diesen Plan zu vereiteln, die Verbindung,beiden Armeen zu verhindern, war der Zweck der großen Kämpfe uwEs wurde möglich, weil der rechtzeitige Abzug Bazaines infolge pvlinl g.

durch die Vorgänge in Paris hervorgerufener Erwägungen verhindert MU

Colombey-

Nouilly

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Da Prinz Friedrich Karl, welcher die Straße von Metz nach Verdnn gewinnen sollte,den anstrengendsten Märschen von Pont-L-Mousson aus erst am 16. August seine Bortr»^,in jene Linie bringen konnte, so kam alles darauf an, den Abzug Bazaines auslichst lange zu verzögern. Zu dem Behuf machten zwei Abteilungen desHeerkörpers unter von der Goltz und von Zastrow auf der östlichen Seite ^einen Angriff wider die zum Abzüge sich anschickenden feindlichen Divisionen und zin Verbindung mit Manteuffel, Kamele und andern Führern, die allmählich 1 .^y,14. Aug. Unterstützung herbeikamen, die Franzosen zu den Gefechten von Colombey-Ao>g^,worin auf beiden Seiten mit gleicher Tapferkeit und mit gleichen Verlusten gekümpu

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