542 Sechstes Buch: D. Grürrdg. d. neuen Deutschen Reiches u. d. Vollendg. d. ital. Einheit.
weiteren Vorgehen abhielt, so änderte sich bald die Lage, als Prinz Friedrich
Karl r-"
Vierzon aus über La Ferte, St. Aubin, Schloß Chambord auf dem linken derv'.-so. Dez. gegen! Bourbaki vordrang, ihn zum Rückzug nach Bourges nötigte und dem der
die Hand reichte. Chanzy zog sich nun über Vendöme nach Le ManS in das Geb« ^Sarthe, um sich durch die noch immer im Bilden begriffene Westarmee von Conlie ZU27. Dez. stärken, fortwährend verfolgt von den Deutschen, die bei Troo und Montoire am Lorr
Oberst Boltenstern eine der kühnsten Kriegstaten mit glücklichem Erfolg ausführten- .Heer wurde durch Kämpfe und Märsche, durch Kälte und Hunger zerrüttet, und Ta»I .von Mobilgarden gerieten mit und gegen ihren Willen in Gefangenschaft, während gleM .Bourbaki durch Prinz Friedrich Karl südwärts gedrängt und alles Land bis Bourge»Tours vom Feinde gesäubert wurde. Weiter vorzugehen lag nicht im Plane der deu! ^Kriegführung. Man wollte nur die Loirearmee von Paris fernhalten, und diese 4 Iwar nunmehr erreicht. Orleans, Chartres, Beauvais (8 276) wurden vorerst als H" ^punkte gegen Süden, Westen und Norden festgehalten. Gegen Weihnachten bezog vonTann die Winterquartiere in Orleans und gönnte seinen ermüdeten und hin-geschwundenen Truppen Erholung, der sie so sehr bedurften. Aber die Flucht der ^wohner aus Touraine nach dem Süden gab Zeugnis von dem allgemeinen Schreckenden Deutschen. Selbst unter den gepreßten Mobilen zeigte sich ein so widerspenstiger ^daß permanente Kriegsgerichte im Rücken der Armeen errichtet wurden und Feldgenda ^die Zögernden vorwärts trieben. Und welche Höhe erreichte das Elend, als am Ende^alten und im Ansang des neuen Jahres eine Winterkälte eintrat, wie sie in senen ^strichen nur höchst selten vorkommt! In vielen Gegenden mußten deutsche Militärbeho^die Verpflegung der Einwohner übernehmen, da sie ohne solche Unterstützung dem HuE ^verfallen wären. Aber auch die deutschen Truppen hatten in diesen kaltenNächten unsägliche Leiden zu ertragen, als die vereinten Heerkörper des Prinzen ArieKarl und des Großherzogs von Mecklenburg, über 70000 Mann. gegen ChanzYsarmee zogen. . ^
k^io^Jan Nach den Gefechten zwischen Loir und Sarthe, bei Azay uno
Chartre, bei Sarge und Nogent le Rotrou, bei Lampron und La Chap^nach den beschwerlichen Märschen über das wellenförmige Land, womit Frost, Schnee und Glatteis überdeckten Wege unglaubliche Schwirrleiten boten und hinter Gebüsch und ummauerten Gehöften der Franktire .lauerte, erzwängen sich die Deutschen schließlich durch einen scharfen KaMi 2 . Jan. vor den Toren und Mauern der Stadt Le Mans den Eingang in dNStadt. Chanzy zog sich nach Laval zurück, wo er die Trümmer srwHeeres zu reorganisieren gedachte; doch war damit der Krieg auf dmSeite zu Ende.
§ 276. Die Kämpfe im Norden. Während die Hoffnung derauf Entsatz vom Süden immer mehr dahinschwand, schaute mansüchtig nach den von Norden erwarteten Heeren aus. Dort warenseit Oktober beträchtliche Streitkräfte gesammelt worden, die, ausFestungen Lille und Amiens gestützt, zuerst unter Bourbaki und danach dessen Abzug an die Loire (Z 275) unter Faidherbe denHeerabteilungen scharf zusetzten. Waren doch noch die festen Orte La M .St. Quentin, Peronne u. a. in ihren Händen, wodurch die Bereinig.^der deutschen Truppen zu größeren Massen verhindert wurde und ulein rascher Zug auf Paris ausgeführt werden konnte. Nur durchangestrengteste Tätigkeit, Wachsamkeit und Tapferkeit gelang es den Genere-ll. Manteuffel ^ 2"74h und v. Goeben, das Gebiet der Sornnremählich in ihre Gewalt zu bringen, nachdem sie den Feind in uwh^^kleinen Gefechten überwunden und in der Schlacht bei der getverbrenVStadt Amiens in die Flucht geschlagen hatten. ^i»
Von Amiens aus zogen die Deutschen unter Manteuffel in die Normandie-sie bei Forges und Buchy die feindlichen Truppen zurückgeworfen hatten, mußte R ° n ^die altberühmte Hauptstadt an der Seine, dem deutschen Heere die Tore öffnen, un
Die Entsatz-versuche vonNorden
25. Nov.
4. Dez.6. Dez.