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Vierter Band.
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544 Sechstes Buch :D.Gründg. d. neuen Deutschen Reiches u.d. Vollendg. d. ital. Einheit- 8^

loren. Dennoch ließ Gambetta von dem eingeschlagenen Wege nicht abEr kehrte über Calais nach Bordeaux zurück, um noch einen neuen Krllgplan ins Werk zu setzen. Um dieselbe Zeit, als durch die Eroberi -25.Jan.i8ti der Festung Longwy nach sechstägiger Beschießung unter dem Landwhoberst Krenski die nördlichen Landschaften bis auf wenige Orte in die H»der Deutschen gefallen waren und das Schicksal der Hauptstadt derscheidung entgegenging, wendeten sich die Blicke Europas nach dem Kn 9schauplatz im Osten, wo ein neuer Waffengang in Szene gesetzt wuroe-

§ 277. Die Kämpfe im Osten. Längere Zeit hatte General vo9Werder sein Hauptquartier in Dijon (§ 272), von wo aus er imvember und Dezember in vielen kleinen Gefechten den Feind voM ^ ,dringen abhielt. Als dann Garibaldi und der französische Gene ^Crem er mit überlegener Heeresmacht heranrückten, um Belfort zu

18 . Dez. da wurden sie bei Nulls südlich von Dijon von zwei badischen BrE

unter General Glümer und Prinz Wilhelm von Baden zu fluchtähmMRückzüge gezwungen.

Plan gegen Bald daraus zeigte sich eine neue starke Bewegung bei der sranzösl>HdeutMand Südarmee. Aus Befehl Gambettas hatte Bourbaki die Führungnommen. Mit jenem Teil der Loirearmee, der sich nach deroberung vonOrleans gegenBourges gezogen hatte(Z275), sollte erostwärts vorrücken, dort die verschiedenen Kriegshaufen an sich ziehen ^mit überlegener Heeresmacht Belsort befreien, dann über den Rhein gehen,,. ^den Krieg in das badische Land tragen. Zugleich sollten, wie wir WMvon Westen und Süden erneute Anstrengungen zum Entsatz von Pgemacht werden. >

Als Bourbaki mit 150000 Mann über Besanxon nachzog, um Belfort zu entsetzen, räumte Werder, dessen rückwärtige Verbindu .bedroht waren, mit seinen 28 000 Mann Dijon. wo nun Garibaldi ewz ^Durch einen anstrengenden dreitägigen Gewaltmarsch nach Gray,und Lure gelang es ihm, dem Feinde zuvorzukommen und nach dem sw"g. Ja». Gefechte von Villersexel auf den bewaldeten Höhen hinter dem Lis ^ ^bach, westlich von Belsort, eine günstige Stellung zu nehmen un -Hericourt den Marsch Bourbakis aufzuhalten. Hier kam es lM ^Lijai'n- bitterkalten Januartagen zu einem furchtbaren Kampfe, in dem ^ 9 ^i5.-i7.Zan. dix wichtigere Stellungen gegen die feindliche Übermacht zu halten

von Norden heranziehenden Hilfsheer Manteuffels die nötige Zeit zum ^zu verschaffen. ^ E

Es waren fast übermenschliche Anstrengungen, welche den deutschen Soldaten siedrei Tagen zugemutet wurden, aber mit einem Heldenmut ohnegleichen üb erst» ^Müdigkeit, Hunger, Durst, Kälte und die fortwährenden Angriffe der Franzosen- „ ^ §!>'des „Hier kommt niemand durch" wurde teuer erkauft, aber die Gefahr wargeschlagen. Ganz Deutschland hatte mit der größten Spannung auf diesengeschaut, und alles atmete freudig auf, als die frohe Botschaft von dem Rückzug ^ hernach Besancon sich verbreitete. Zu diesem war er gezwungen, weil von der ^z„edie neue fünfte deutsche Armee unter Manteuffel in Eilmärschen in seinem Rückenerreicht hatte. . ^

In diesen kalten Tagen des Januar, wo bei Le Mails und Vendöme, bei Ann

St. Ouentin und an der Lisaine die blutigen Kämpfe stattfanden und die

Ansfä-s^

Pariser Truppen den Deutschen schwer zu schaffen machten, wurde durch einen uw

22.Jan. 1871 Überfall von Franktireurs unter Hilfe der Einwohner die Moselbrücke bel

östlich von Toul, gesprengt und dadurch die Eisenbahnverbindung zehn Tage labrachen, ein Vorgang, der die Lage der Deutschen natürlich sehr erschwerte.