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drittes Kapitel: Der deutsch-französische Krieg und das neue Deutsche Reich. 545
diese? Ausfälle und das Bombardement von Paris. Während
Deichs ^kalkigen Kämpfe im Norden, Osten, Süden und Westen Frank-Zu si deutschen Truppen um Paris nicht minder schwere Tage
sucht gehabt. Als die Loirearmee den Vormarsch nach Norden ver-rei^ - ^^4), wurde in Paris ein Ausfall unternommen, größer und erfolg-der Lz alle früheren. Auf der steilen Höhe Mont Avron im OstenUrit s^^ Forts Nogent und Rosny hatten die Franzosen Batterien
Und Belagerungsgeschütz errichtet, von wo aus sie die von Sachsen
^ürttembergern besetzten Dörfer mit Granaten beschießen konnten.
u>n "st Gegend wurde von General Ducrot zu einem energischen Ausfall ausersehen, Ausfallkainhi ^ fernen Ring zu durchbrechen, welcher sie in einem langen und schmerzhaften Todes-Er s°Mr? ^sticken suche" und die Verbindung mit den vordringenden Brudern herzustellen.
Cchrinn ' ^ lchUmr er, werde entweder als Leiche oder als Sieger nach Paris zurückkehren,lenk^ nach Süden und nach Norden sollten die Aufmerksamkeit des Feindes ab-
^seilb'ni?^ ^ Ausfallenden unbemerkt ihre Hauptmacht vorschieben und mittelst gepanzerterUnd S Kanonen bewehrt, möglichst nahe an die Stellungen der Württemberger
oh„x heranrücken könnten. Unter dem Schutze eines furchtbaren Granatfeuers, das
wurde ^""2 von dem Avron und aus den Forts Charenton und Nogent unterhalten^"rser ^ . ^en sie acht Brücken über die Marne und drangen in großer Überzahl in die
Ghampigny.-Villiers, Noisy. Einen ganzen Tag lang verteidigten die so. Nov.^ihend" ^^°"wütig ihre Stellungen gegen den doppelt so starken Feind; aber bei herein-svlch mußten sie Brie und Champigny räumen. Der Siegesjubel Gambettas
korpz bald verstummen. Denn nachdem am 1. Dezember das zweite (pommersche) Armee-beide^ General Franfecky zur Verstärkung herangezogen worden war, wurde an denUud Agenden Tagen der Angriff von deutscher Seite mit größter Anstrengung erneuert 2., s. Dez.Dea m ff. ö°in furchtbarsten Kugelregen des Feindes die verlorenen Stellungen zurückerobert.
wurde allerdings der Triumph zuteil, etliche hundert Gefangene durch ihreUnd a, r, geführt zu sehen; aber ihr eigenes Heer hatte durch den Ausfall über 6000 Kriegeri!e tzg ^ als 400 Offiziere eingebüßt. — Gegen Ende des Monats wurde ein Angriff nach^asallz*^^ ^ur Verbindung mit der Nordarmee (Z 276) unternommen, scheiterte aber
21. Dez.
s'chiesi^^lh begann nun auch die vorn deutschen Volke lang gewünschte Be-^Men der gewaltigen Stadt; trotz der Schwierigkeit des Transportessichre schch und nach die nötigen Geschütze herbeigeschafft. Nachdem manlvo . * Weihnachtstage in aller Stille um den Mont Avron, vonBpst»^ Yachsen und Württemberger so oft belästigt worden waren, zwölfdes mit 76 Geschützen errichtet hatte, begann in den letzten Tagen
Beschießung
schy^ die Beschießung der befestigten Anhöhe mit solchem Erfolg, daßSchiffst ^ Zweiten Nacht die Franzosen die wichtige Stellung, „denIset von Paris", räumten, die sofort von den Sachsen besetzt wurde.
"Us die Verwirrung verbreiteten sich in der aufgeregten Stadt, als von dort
'»urdcn. u r 3°rts Rosny, Nogent, Noisy mit unaufhörlichem Geschützfeuer bedrängtscherte suchte Trochu durch Proklamationen den sinkenden Mut zu beleben, umsonst
!ffrde: die Regierung sich niemals der Demütigung einer Kapitulation unterziehen
legtest "lchen war bereits geschwunden; die Journale fingen schon an, ihn der ün-^ Verrats zu beschuldigen und alles Unglück auf die Männer zu werfen, die
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teidi^"!°"t eigenmächtig an'sich gerissen hätten und doch nicht imstande seien, die Ver-Sefallm l » Hauptstadt und des Landes durchzuführen. Der Oberbefehlshaber mußte es sichTech m ' daß ihm eine Kommission von vier Privatpersonen und vier Generalen zurÄjst, L "?t wurde. Nach Neujahr wurde dann auch ein furchtbares Feuer gegen die Südforts 5. Jan. 1871^tf'errw"^' Montrouge eröffnet. Man hatte geglaubt, daß eine Beschießung aus solcher!°"°N l-m? "^cht möglich sei; jetzt als die Geschosse bereits in die Stadt sielen, einige Per-Entrüst da und dort Feuersbrünste erzeugten, da erhob sich aufs neue ein schrei
-""Mrnun Montrouge eröffnet. Man hatte geglaubt, daß eine Beschießung aus solcher!°Ue>t tötew"^ uröglich sei; jetzt als die Geschosse bereitsund dort Feuersbrünste erzeugten, daAchteten S°Sen die Barbaren, welche die heilige Metropole der Zivilisation zu zerstören- ^er in Pnvis beilbwerte silb „nk
. wnm» en Paris zurückgebliebene Teil des diplomatischen Korps beschwerte sich undu>" chovung des fremden Eigentums; es wurde aber erwidert, daß sie längst gewarnt""b Zeit zur Auswanderung gehabt Hütten. Jules Favre beklagte sich, daß*°Ar,ldamus, Weltgeschichte. 21. Slufl. IV. 35