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576 Siebentes Buch: Literatur und Wissenschaft Deutschlands im 19. Jahrhundert. Z
Felix Dahngeb. 1834
Wichert
1831-1902
Posen.Roquette1824—1890Jacobowski1808—1900Karl Bussegeb. 1872
Po mmern.Scherenberg1798—1881
H. Hoffmarrngeb. 1848G. vom See1803-1875FranzKugler1808—1858Voßgeb.1851Schlesien.
Holtet
1798—1860
Uechtritz1800 - 1875
Lallet
1812-1843
Will. Aleris
1798— 1871
Kopisch
1799- 1853Raupach
1784- 1852
Brachvogel1824—1878Kalisch1810-1872vonWolzogengeb. 1855
Waldau1822(5)-1855Kletke1813-1886
Branden-burg undProvinzSachsen.
Putlitz
1821-1890
Paul Lindaugeb. 1839
Felix Dahn, der in Hamburg geboren wurde. Außer Gedichten und Ballade ^öffentlichte er eine Folge von vielgelesenen Romanen, die insgesamt die älteste M
Germanen und mit Borliebe ihren Kampf mit der römischen Weltmacht in Wirkung»Gegensatze behandeln. Sein Mitbürger, der Gerichtsrat Ernst Wichert, dagegen ver ^seine Beliebtheit weniger seinen Prosaerzählungen als Dramen, besonders Lustspielen- .Zögling der Königsberger Hochschule war Julian Schmidt (Z 304). der erst u^^dann nach Berlin übersiedelte, das überhaupt je länger je stärker die literarischen ^der Provinzen an- und aufsog, zumal von der 1810 begründeten Universität ba ^kräftigsten Anregungen auf den mannigfachsten Gebieten (H 308 st.) ausgingen-der romantischen Gemeinde und den „schönen Seelen* in ihrem Gefolge hat 8 ^richtet. — Nach Berlin entsandte Posen den Literaturgeschichtschreiber Otto tüoquette,^^beliebten Sänger von Waldmeisters Brautfahrt und dem Tage von St- 3" ^dann den frühverstorbenen Ludwig Jacobowski, der eigene Gefühle und philosophischdanken formgewandt aussprach, weiter Karl Busse, einen schwungvollen, der Gegenwärtiggewandten Lyriker, als Erzähler nicht frei von der Vorliebe für grelle Wirkungen- ^
Bruder Georg Busse-Palma machte sich durch Lieder eines Zigeuners und ^
Bücher Liebes- und andere Gedichte voll Kraft und Kühnheit bekannt-Stettin beschloß der politische Dichter Robert Prutz (ß 288) seine Irrfahrten,mehr markige als sormvolle Christian Scherenberg in Berlin großangelegte -Mbilder, wie Waterloo, Leuthen, ausführte und der sinnige, dabei farbenreiche ürs ^und empfindungsvolle Dichter Hans Hoffne ann ebenfalls zunächst in der ReichshsM?'einen Wirkungskreis fand. Hier lebten ferner Gustav vom See, eigentlich von Struaus Pommern, Verfasser zahlreicher Romane, und seine Landsleutc, der Dichter ^^,-^rdgelehrte Franz Kuglcr, vorübergehend auch der Bibliothekar auf der WartburgVoß, den im Romane wie im Drama Glut der Empfindung und Farbenpracht nurübermeistern. — Andere kehrten später in ihre Heimat Schlesien zurück, so Karl vonder Dichter der Vagabunden und des Singspieles Der alte Feldherr, sern^Dramen Lorbeerbaum und Bettelstab, Ein Trauerspiel in Berlin u-und ebenfalls erst am Abende seines Lebens ein zweiter Dramatiker und Romanschr rFriedrich von Uechtritz, und der talentvolle Verfasser witziger Epigramme und anzNdMärchen, besonders aber des freigeistigen, auf Hegelischen Sätzen aufgebautenevangeliums, Friedrich von Sallet, nachdem er, wegen satirischer VerhöhnuESoldatenstandes durch kriegsgerichtlichen Spruch verurteilt, den Abschied genommen d ^Willibald Alexis, eigentlich Wilhelm Häring, der Begründer des geschichtlichenmit Stoffen aus Preußens Vergangenheit und vom Boden der Mark — allbekaNN ^DieHosen desHerrn vonBredow, — dann der Dichter und Maler August
Ernst Raupach, der seine besth^.^
der Entdecker der blauen Grotte auf Capri, ferner —> - ,
Anlagen nach anfänglichen Erfolgen durch Vielschreiberei (Hohenstaufentragd"ganz verdarb, der in Dramen, z. B. Narziß, und Romanen ebenso fruchtbare w>egleichmäßige Adalbert Emil Brachvogel, endlich der Possendichter und Mitbegrdes Kladderadatsch David Kalisch folgten dem Zuge nach Berlin. Andereführte das Schicksal anderswohin, so Rudolf von Gottschall (Z 292) nach Ägi-den derb realistischen Gesellschaftschilderer und flotten Lustspieldichter Ernst non zu-zogen nach Weimar, schließlich ebenfalls nach Berlin, wo er zuletzt noch durchgründung des „Überbrettls" von sich reden gemacht hat, endlich den Lyriker und tlbWgegner Max Kalb eck als Kritiker nach Wien. Auf seinem Stammgute Tscheidt tedfreisinnige Lyriker und Erzähler Max Waldau, eigentlich Georg Spiller vonin emsigem Bestreben seiner Kunst und wissenschaftlichen Studien, während derliederdichter Hermann Kletke in Berlin als Tagesschriftsteller und HauptleeterVossischen Zeitung tätig war. — Hier begann auch „der Vater Iahn " (Z 286) aus der Pnitz seine Pläne für Volkserziehung und Turnwesen zu verwirklichen. Sein GaugGustav Heinrich Gans Edler zu Putlitz, dem seine Mürchendichtungen, z. B- tV ^ j>jeder Wald erzählt, und Lustspiele, besonders Das Schwert des Dainokle»'Namensdauer sicherer verbürgen als seine Schauspiele und Romane, war Hoftheaterinte 1 ^in Schwerin, dann in Karlsruhe. In Freienwalde schrieb Viktor BlüthgeuProvinz Sachsen, ein scharfer Beobachter der Zeit, seine Romane. Wiederum mit ^dagegen sind aufs engste verknüpft die Magdeburger Spielhagen (A 291) und 4^Lindau sowie der Märker Theodor Fontäne <Z 291). Paul Lindau eröffnetevielseitige Tätigkeit durch die Mitarbeit und selbständige Leitung von Zeitschriften ueweine Kritik, die weniger durch Tiefe als durch geistreichelnde und absprechendesehen erregte. Seine Schulung an französischen Mustern verleugnen weder seine zaM