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Vierter Band.
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577
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Erstes Kapitel: Literatur. 577

iva^usUicke noch seine sittengeschichtlichen Romane, denen spannender Inhalt und ge-gißt ^ Erstellung großen Erfolg sicherten. — Ernste Auffassung von Kunst und LebenZahlungen seines im Gesandtschaftsdienste weit herumgekommenen Bruders Rudolf!°>ner E"* vornehmes Gepräge. In Auftreten, Lebens- und Bildungsgang, endlich in. "^atik und seinen Erfolgen bildet Oskar Blumenthal ein Seitenstück zu Paul^"ldm' seinen Lustspielen teilten sich in den Beifall der Zeit die besonders demFr^, , °^en entnommenen Possen, die Gustav von Moser und die Bruder Paul undkolkst Schönthan gemeinsam verfaßten. Wesentlich anderen Charakter tragen diegebor-, 1 . E>es ebenfalls sehr beliebten Adolf L'Arronge aus Hamburg. — In Berlin^"rdk> ^ Michael Beer, Theodor Mügge, Adalbert von Hanstein und Richarden, jetzt Herausgeber der „Gegenwart". Michael Beer, der Bruder des Kom-hvhro," Meherbeer, dichtete in München, wo er zumeist lebte, formschöne Trauerspiele vonThxyb ^dankeugehalte, wie Paria, Struensee. Der für Freiheit begeisterte, vielgereistedurg,^ Mügge zeichnete gute Geschichts- und Landschaftsbilder. Ein satirischer Zug gehtstej^,^ L^dankentiefen Menschenlieder, die Epen und Dramen Adalbert von Han-Nist ^in Gebiete der erzählenden Dichtung erstand ihm ein mindestens ebenbürtiger,

" Erwartungen begrüßter Nebenbuhler in Richard Nordhaufen. — Hier magetz ein Vertreter der Wissenschaft, der Philosoph Eugen Karl Dühring, der

^kksyp selbständiger Denker in einer langen Reihe von Schriften vornehmlich der

neue Wege zu weisen suchte und sich von ihrem Zusammenschlüsse mit derForschung große Erfolge versprach. Unliebsame Zwischenfälle setzten seiner aka-^»st ^hrtütigkeit frühzeitig ein Ziel. — Der meistgenannte Bühnendichter der Zeit,^Nu Wildenbruch, erblickte in Beirut das Licht der Welt. So geteilt die»UsgobiE" Üine Kunst sind: eine mächtige Einbildungskraft, glänzender Ausdruck,^rkc,l, - ^ für dramatisch Wirkungsvolles werden heute allgemein als sein eigen

sechxo mag er auch manches Mal durch äußerliche oder gewaltsame Mittel die Mangel

deutsch Maischen Anlage verbergen. Glücklich in der Wahl seiner Stoffe, hat er in dernamentlich preußischen Geschichte eine besonders ergiebige Fundgrube erkannt,^terl ^ ^ Bedeutung seiner Kaiser- und Hohenzollerndramen nicht ausschließlich warmem^uog^^Lefühle zuzuschreiben ist, das können die Erzeugnisse von Joseph Laufs, wie Der»utux Eisenzahn, lehren. Aus dem erwähnten Mangel in Wildenbruchs Dichter-äu hohen Einschätzung dessen, was Wirkung und Erfolg verheißt, erklärt sichleucht zeitweiliger Übergang ins Lager des Naturalismus, dem er mit der Hauben-^rzüm mit Meister Balzer huldigte. Wahre Kabinettstücke begegnen unter seinen!eeh ^ und Prosa, und als Lyriker hat er wenigstens einmal die deutsche Bolk-

bioiuou,^, Bismarcks in ihren Tiefen bewegt. Otto von Leixner, der Leiter der^ineu n, und Literaturgeschichtschreiber, gibt sich als ebenso beschaulichen Denker in^lsy.^dichten wie kampfgeübten Streiter in dem gegen Nietzsche gerichteten Romane^chtun Zarathustras Sohn. — Ein Hauch heißer Sinnlichkeit geht durch dieden, Julius Wolffs und Eduard Grisebachs. Dieser, seit seinem Austritte aus>>n ^mmatischen Dienste in Charlottenburg lebend, sang im NeuenTannhäuser undL„chl^"hüuser in Rom üppigem Liebesrausche ein Preislied, während Wolfs ausBerlin, in seinen Epen Der Rattenfänger von Hameln,usw. und Romanen, wie Der Sülfmeister, Der Raubgras, dielU'uzubeleben schien. Das wahrer Innerlichkeit bare Spiel mit Gefühlen und^nieu"^"' ^ in das Mittelalter erst hineingetragen werden, hat seiner Dichtung denipiiterx „Vutzenscheibenlyrik" verschafft. Doch beeinträchtigte dieser Hohn auch Wolffs^i>en nicht. — Eine auffallende Erscheinung im verständigen und nüchternen

Ersass-"Katholizismus neigende protestantische Pfarrer Wilhelm Meinhold,^ligiöser Gedichte, launiger Reisebilder und des wunderlichen Romans MariaNissan die Bernstcinhexe, auch abergläubischer Verfechter der „Lehninschen

— Wismar in Mecklenburg ist der Geburtsort Dahlmanns (Z 304),^ Hans Küsters, der als Dramatiker mit Maria Stuart, Dem Großen!r?det u. keinen ungeteilten Erfolg erzielte. Seine echt deutsche Gesinnung be-

ii^ken r in der Liederfolge Kaiser und Reich in Gedichten und in seinemfistelst Mitglied des Reichstages. Sein dichterisches Lebenswerk wurde freilich ver-

rch den glänzenden Erfolg, der den Lauschen und Rimels, Ollen

^>ese Ag du und sonstigen plattdeutschen Erzählungen Fritz Reuters beschicken war.schern doll echten Humors und reicher Menschenkenntnis gehören zu den Lieblings-i"anues "?^res Volkes; ebendarum dürfen die Lebensschicksale des schwergeprüftenbekannt vorausgesetzt werden. Ein erquickender Humor verklärt die liebens-"-BaldamuS, W-ltasichichte. 21. Aufl. IV. 37

Rud. Lindaugeb. 1829Blumenthalgeb. 1852G.vonMoser1825—1903Paul vonSchönthangeb. 1853Franz vonSchönthangeb. 1849L'Arrongegeb. 1838Mich. Beer1800-1833Mügge1806-1861von Hansteingeb. 1861Nordhausengeb. 1868Dühringgeb. 1833

Wildenbruchgeb. 1845

Laufsgeb. 1855

Leirnergeb. 1847

Grisebachgeb. 1845

Jul. Wolfsgeb. 1834

Meinhold

1797-1851

Mecklen-burg.Köstergeb. 1818

Fritz Reuter1810-1874