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Vierter Band.
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610
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Segels

Schule.

610 Siebentes Buch: Literatur und Wissenschaft Deutschlands im 19. Jahrhundert. 8 ^

4. Philosophie und Erziehungswesen.

Z 309. Philosophie. Hegels Philosophie (Bd. III) behauptete auch nach ^Meisters Tode nach Zahl ihrer Bekenner wie durch ihre maßgebenden EinwirkM ßauf alle Zweige der Wissenschaft die Vorherrschaft vor allen übrigen ^

Das, was ihr die weiteste Verbreitung und die ausgedehnteste Anhängers^sicherte, war der Begriff der Entwickelung und die allenthalben anwendbarefruchtbringende dialektische Methode. Als Hegel 1831 starb und mit ihm derheitspunkt der Schule schwand, strebte diese auch nach dem EntwickelungsgeC?^verschiedene Richtungen auseinander, die nun, wie in einem Bruderkriege,dialektische Verfahren gegeneinander wandten. Zunächst löste sich unter Führ ^rwlr Christian Hermann Weiße die neu Hegelische Schule ab, derentreter, der jüngere Fichte, der jüngere Reinhold, Braniß,

Althoge-

lianer.

Ulrici u. a., mit Hilfe Schellingischer Sätze (daher auch neuschellingische

einen reinen Theismus begründeten. Aber auch den Althegelianer

logie und mit Kapp, Hermann u. a. die Geschichtsphilosophie, die ^Scheller, Kuno Fischer, Hinrichs, die Naturphilosophie außer ""Ernst Kopp und Bayrhoffer, die Theologie neben Rosenkranz bMarh ein ecke, die Sittenlehre Daub und Michelet, die Rechtsphumvor allem Gans, Hinrichs, Besser u. a., endlich die ÄsthetikCarriere usw. Die schließliche Sprengung der Schule ist das WerJunghegelianismus, der, in Staat, Glauben und Wirtschaftslehre bisstürze folgerichtig, sich zuletzt selbst zersetzt hat. Zum Theismus derRechten und dem Pantheismus der Linken trat jetzt der Atheismus, baldder Materialismus bei der sogenannten äußersten Linken.

Ihr erster Vertreter auf theologischem Gebiete war David Strauß mit demJesu und der nicht minder zerstörenden Christlichen Glaubenslehre ingeschichtlichen Entwickelung. Beide Bücher entfesselten einen wahren SturmLiteratur. Hier ist zu erwähnen Bruno Bauer, der sich gegen die mystischevon Strauß in der „Glaubenslehre" wendete, ohne freilich Inhalt und Quellen deslichen Glaubens in Schutz zu nehmen. Ludwig Andreas Feuerbach endlichreligiösen Vorstellungen für bloße Gebilde der menschlichen Wünsche und Bedürfinlv' He-den Hegelianern, die sich durchweg im kritischen Sinne an der öffentlichen Erörter ^teiligten, stand Wilhelm Vatke Strauß am nächsten, zu dem sich auch Köstl* ^ he-Friedrich Theodor von Bischer, der größte Ästhetiker Hegelischer Richtung, öffen dk<kannten. Ferdinand Christian Baur wurde durch seine Forschungen zurEvangelien der Stifter der Tübinger Schule, zu der Schwegler, Zeller,H^^6selb u. a. zählen; ganz im fortschrittlichen Sinne leiteten ferner Rüge und Echte* ^die vielgenannten Hallischen Jahrbücher. — Der Materialismus, dem Feueroa^^,seines Einspruches zugerechnet ward, fand seine Anhänger Haeckel, Moleschott,Büchner u. a. außerhalb des Hegelischen Lagers, von dem aus er vielmehr HP*" ^feindungen erfuhr. — Dagegen sind unleugbar aus Hegels Schule die BegrünSozialdemokratie hervorgegangen, Ferdinand Lass alle und Karl Marx, beideAbkunft, jener der Erfinder des „ehernen Lohngesetzes", vaterländisch gesinnt, voMHilfe erwartend für die Arbeiterklasse und Vorkämpfer des allgemeinen Stimmrecht 'der Verfasser des sozialistischen Grundwerkes Das Kapital, der Vater der „Intern«und rückhaltloser Fürsprecher des gewaltsamen Umsturzes (Z 331). — Weniger tratenZeit der Hegelischen Vorherrschaft hervor die Anhänger Kants, dessen Lehre Wilhelm^»durch gemeinverständliche Darlegung zu verbreiten suchte, während Fries beffKritizismus weiterbildete und unbedenklich eine Stütze an der Philosophie Friedrich v Mi>Jacobis suchte, der sich zu Kant in scharfen Gegensatz gestellt hatte, wieFragen Gottlob Ernst Schulze. An Fries knüpften dann weiterhin an derSchleid en(Z315), der wegen seines Trostbriefes andieMutterSands(Z 100 )entsetzte^v

Juna-

hegelra-

ner.

David

Strauß

1808- 1874

Bruno Bauer

1809- 1882

L. A. Feuer-bach

1801—1872

Bischer1807—1887F. Lhr. Baur1792—1860

Laffalls182S—1864Marx

1818—1883

Kantia-

ner.

Fries

1773—1843

n dr-E

eine Spaltung, indem Gösche!, Billroth, Erdmann, Gabler,Nachfolger in Berlin, mehr und mehr der kirchlichen Rechtgläubigkeit zusteu* ^Doch überwog die Zahl der Männer, die, eingeschworen auf des Meisters Wwenn auch einer Vermittelung nicht unzugänglich, die einzelnen Fächerbildeten, so vor allem Rosenkranz neben Daub und Michelet die i'** "

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