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Vierter Band.
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Erstes Kapitel: Deutschland.

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daran fest, daß der vorwiegende Einfluß in Bulgarien den Russen gebühre.Ufld daß eine loyale deutsche Politik sich nur an die Bestimmungen desmer Vertrages zu halten habe. Dadurch gewann Deutschland das volle

Berli

Frankreich

- S. April 1837

2a. April

Okt. 18-7

ertrauen der europäischen Mächte, das es um so notwendiger brauchte, alsun» Verhältnis zu Frankreich gefährlicher wurde, seitdem General Bou-anger 1886 französischer Kriegsminister geworden war und durch einentsesselung der nationalen Leidenschaften und steten Hinweis auf den^Uanchekrieg sich den Weg zur Herrschaft zu bahnen suchte (Z 358). Anfang87 wurden gefahrdrohende kriegerische Maßregeln an der französischenumgrenze getroffen, die deutsche Regierung beantwortete sie mit einemMrdeausfuhrverbot. Dazu kam dann der „Fall Schnäbele". Einllanzöstschxr Grenzkommissar in Pagny. der als Leiter der französischenmonage im Elsaß bekannt war, hatte deutschen Boden in der Nähe derrenze betreten und war von deutschen Gendarmen festgenommen worden.,

A Frankreich, wo man der Lüge Boulangers von der Wider Völkerrecht. lulgten Ergreifung Schnäbeles auf französischem Boden glaubte, entstandungeheure Aufregung. Ohne der Ehre des deutschen Volkes etwas zu^geben, suchte Bismarck durch die rasche Entlassung Schnäbeles die Ge-^ beruhigen. Dies gelang auch, zumal Boulanger seit Mai 1887'cht Mehr Kriegsminister war; aber die Gefahr eines russisch-französischen^ ^önisses, das die öffentliche Meinung beider Nationen wünschte, wuchsmehr. besonders da der russische Hof sich über den Besuch des^ Mischen Ministerpräsidenten Crispi bei Bismarck. durch den der Drei-gefestigt wurde, und durch falsche Ansichten über die deutsche Orient-w . E verstimmt zeigte. Diese Verstimmung blieb auch. obwohl Bismarck Rußlandeiner persönlichen Unterredung mit dem russischen Kaiser in Berlin nach- i8,N°«.i887daß dieser durch gefälschte Briefe aus orleanistischen Kreisen überc/^schlands Stellung zur bulgarischen Frage — in Bulgarien hatte Prinz^d von Koburg-Kohary ohne Zustimmung der Mächte den Thron^st"egen (tz 339) — in unerhörter Weise hintergangen worden war. Trotzem aber gelang es Bismarck mit Rußland 1887 einen geheimen Neu- ^ng°Eragln^^ätsvertrag für den Fall eines französischen Angriffs auf Deutsch-yx eines österreichischen Angriffs aus Rußland — eine Art Rück-

lßcherung mit Rußland, wie er ihn später nannte — auf drei Jahre^Zuschließen, der erst im Oktober 1896 bekannt wurde, ohne daß dadurchMten Beziehungen zu Österreich gestört worden wären. So konntefra ..^smarck, als Anfang 1888 immer neue Gerüchte über das russtsch-Musische Bündnis auftauchten und man den Ausbruch eines WeltkriegesÜb? im deutschen Reichstage in einer weltberühmt gewordenen Rede ^ s°br. 1333dei? 6 > - ^schichte der letzten Jahrzehnte feststellen, daß in den fortwähren-de ^"iegsgxfahren Deutschland der feste Hort des Friedens gewesen sei. und° bs stch hon diesem Verhalten nicht abdrängen lassen werde.

so schloß er unter dem brausenden Beifall des Reichstages, der dann durch ganzdaz widerhallte, „es ist nicht die Furcht, die uns friedfertig stimmt, sondern gerade

gilM, ^ußtfein unserer Stärke, das Bewußtsein, auch dann, wenn wir in einem minder.^"^mblicke angegriffen werden, stark genug zu sein zur Abwehr und doch diezeit dmil M haben, der göttlichen Vorsehung es zu überlassen, ob sie nicht in der Zwischen-"°ch die Notwendigkeit eines Krieges aus dem Wege räumen wird .... Wirdurch ^ ^wbe und Wohlwollen leicht bestochen werden — vielleicht zu leicht —, aberin der ganz gewiß nicht. Wir Deutsche fürchten Gott, aber sonst nichts

"^elt. Und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und Pflegen