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Vierter Band.
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8 383.

Siebentes Kapitel: Frankreich.

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HaltungHeinrichsvon Lharn-bord

wen, Österreich zu der alten katholisch-konservativen Politik zurückzubringen undann Deutschland und Italien wieder zu kleinen, ohnmächtigen Staaten zu zer-rummern. Aber dazu mußte die „Fusion", die in der Dynastie sich vollzogenw haben schien, auch unter den beiden Parteien in der Nationalversammlunggründet werden. Indes bei diesen Besprechungen trat die prinzipielle Ver-^denheit beider klar hervor. Nach der Auffassung der Legitimisten sollte der"wl Karls X. als der einzig berechtigte Inhaber der Krone von der National-ersammlung einfach zurückberufen und alles weitere ihm vertrauensvoll überlassenerden; denn jede ihm auferlegte Bedingung würde sein göttliches Recht aufLinie mit der Revolution setzen: als „Ritter der Legitimität" wollte der, von Chambord dies höchste Gut nicht antasten lassen. Die Orleanistenestanden wohl auch nicht gerade auf einen förmlichen Vertrag, forderten aber,

Chambord nicht zur absoluten Monarchie zurückgreife und sich zu der Ein-^hrung konstitutionellen Herrschaft unter der dreifarbigen Fahne verpflichte.

Nach langen Unterhandlungen vereinigten sich die beiden Parteien endlicheinem Programm, in dem das Prinzip der erblichen Monarchie anerkannt,

, kr zugleich alle wesentlichen Rechte eines Verfassungsstaates nebst Beibehaltungbr Trikolore bedungen waren. Dieses Programm sollte von dem Grafen an-genoinmen und dann die Rückberufung von der Nationalversammlung aus-gesprochen werden. Aber die von dem Grafen den Abgesandten in Salzburg w. Aug. imsgegebene, von ganz Europa mit Spannung erwartete Antwort war so geschraubt,

Man den eigentlichen Sinn nicht sogleich verstand, und dann erklärte derer s ' ^ einem Briefe an einen seiner Getreuen: es sei ein Mißverständnis, daßWMe Zustimmung zu der Trikolore gegeben habe; er müsse bei der weißenR beharren und wolle nicht „der legitime König der Revolution" sein.diesem Schreiben war der Plan der Wiederherstellung des bourbonischenhrones als gescheitert anzusehen. Selbst die eifrigsten Anhänger des legitimenenigtums sahen ein, daß mit solchen Ansichten das französische Volk sich nieehr befreunden würde. Um aber der Rückkehr der Thiersschen Republik den^ eg zu verbauen, setzte Broglie durch, daß das „Septennat" ,sieb Marschall Mac Mahon die Präsidentenwürde auf die°en Jahren übertragen wurde.

Harm dieser Zeit wurde in Trianon über zwei Monate lang der Prozeß Bazaine ver-Ank/"' von den Generalen Rivitre und Pourcct zusammengestellten Schriftstücke zurDia lullten 382 Seiten; Hunderte von Zeugen wurden vernommen. Der angeklagtehab mochte vielleicht bei der Verteidigung von Metz nicht die ganze Tatkraft gezeigtU e," ^ aber Verrat konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Jedoch die verletzte^ wnalehre forderte ein Opfer; ein Schreiben des Prinzen Friedrich Karl zugunstenT ^wes vermehrte noch den Haß des Volkes; so wurde er für schuldig befunden und zumBe/ ".och vorausgegangener Degradation verurteilt. Aber die Richter selbst reichten ein w. D«,. i87»v^"l>igungsgesuch ein, worauf Mac Mahon die Todesstrafe in eine zwanzigjährige HaftDen ^?^lte, dem ehemaligen Kriegsgefährten die beschimpfenden Formalitäten der militärischenTnie?^Ecm erließ, ohne deren Wirkungen aufzuheben, und ihm als Gefängnis das auf derheka ^ Marguerite gegenüber Cannes gelegene und durch die „Eiserne Maske" (Band III)lana"^ ^°et bestimmt. Mit Hilfe seiner mexikanischen Gemahlin und ihres Bruders ge-°r bazaine, auf einem genuesischen Schiffe nach Holland zu entfliehen; von dort begab io. Aug. 1874ch nach Spanien und ist in Madrid gestorben.

27. Okt.

angenommen, Septennat

^ , IS. Nov. I87L

Dauer von

Prozeß

Bazaine

28.Sept.1888

Zusammenhang mit dieser Erregung stand das Cadresgesetz, durch ,°?dr°sgssstz1448 ^ Regimenter von 3 auf 4 Bataillone erhöht und damit das Heer um^ 800 Mann vermehrt, zugleich aber auch neue Reserven geschaffen wurden,

Kler4*^ Massen in diese neue militärische Organisation einzufügen. Als aber dieBisi E" w ihrer Agitation gegen Deutschland sich zu laut hervorwagten, goßiierst^/E ^'sen „kalten Wasserstrahl" auf die erhitzten Köpfe (Z 318). DieÄus«? » Leidenschaften traten seitdem weniger offen hervor, da die allgemeineÄls - snnrkeit durch die Verfassungsfrage in Anspruch genommen wurde. ^°ckassu»gs-ern Gesetzentwurf zur Errichtung eines „hohen Rates" oder Senates nicht an- Ma"i874